Heute ist der 15.02.2026. Am vergangenen Sonntag erlebte die Generali Arena in Favoriten ein Fußballfest der besonderen Art: Das mit Spannung erwartete Derby zwischen Austria Wien und SK Rapid war ausverkauft. Dies war nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein Test für die Sicherheitsmaßnahmen, die nach den Gewaltexzessen im September 2024 ergriffen wurden. Damals waren die Auswärtsfans nach schweren Ausschreitungen und einem drohenden Platzsturm für vier Derbys ausgeschlossen worden. Doch nun, nach etwa eineinhalb Jahren, waren wieder 1.600 Rapid-Fans im Gästesektor zugelassen. Die Atmosphäre war elektrisierend, und rund 14.000 Austria-Anhänger kamen zusammen, um ihre Mannschaft anzufeuern.
Die Vorfreude war spürbar, doch die Sicherheitsvorkehrungen waren ebenfalls hoch. Rund 500 Polizisten waren im Einsatz, um die Fans zu schützen und Ausschreitungen zu verhindern. Ein Sicherheitsbereich und eine Durchsuchungsverordnung wurden eingerichtet, um sicherzustellen, dass der Derby-Tag friedlich verlaufen würde. Bevor das Spiel begann, versammelten sich die Rapid-Fans zu einem Fanmarsch, um ihre Unterstützung für die Mannschaft zu zeigen. Trotz der Rückkehr der Auswärtsfans schwebte allerdings die Frage im Raum, ob die Vorfälle während des Spiels Auswirkungen auf zukünftige Derbys haben würden.
Ein turbulentes Spiel
Das Spiel selbst hielt einige Überraschungen bereit. Austria Wien setzte sich mit 2:0 durch, doch die letzten Minuten sorgten für Unruhe. Kurz vor Schluss warfen einige Rapid-Fans Leuchtraketen und Böller aufs Feld, was zu einer Unterbrechung führte. Schiedsrichter Hameter ließ die beiden Mannschaften in die Kabinen gehen, während die Situation auf dem Platz beruhigt wurde. Nach etwa zehn Minuten konnte das Spiel fortgesetzt werden. Diese Vorfälle werfen die Frage auf, wie die Bundesliga und die Klubs mit derartigen Ausschreitungen umgehen werden.
Die Bundesliga hat bereits angekündigt, den Vorfall schnell zu behandeln und mögliche Sanktionen auszusprechen. Rapid könnte eine Heimsektor-Sperre für drei Top-Spiele erhalten, was bedeuten würde, dass der „Block West“ und der gegenüberliegende Sektor leer bleiben müssten. In extremen Fällen könnten sogar Geisterspiele oder Stadionverbote für Einzelpersonen verhängt werden. Punkteabzüge sind jedoch ausgeschlossen. Solche Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit bei zukünftigen Spielen zu gewährleisten und die Gefahr von weiteren Ausschreitungen zu minimieren.
Das Derby im Kontext
Dieses Derby zeigt nicht nur die brennende Leidenschaft der Fans, sondern auch die Herausforderungen, mit denen der österreichische Fußball konfrontiert ist. Die Rückkehr der Auswärtsfans nach langer Abwesenheit war ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Vorfälle während des Spiels verdeutlichen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Die Sicherheitslage muss weiter verbessert werden, um jedem Fan ein sicheres Erlebnis zu bieten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit im Stadion zu gewährleisten. Für weitere Informationen zu den Hintergründen und Entwicklungen in der österreichischen Fußballszene, siehe auch Kurier und Heute.