Im Herzen der Leopoldstadt wird wieder eine bedeutende Auszeichnung verliehen: Die „Frau des Jahres“. Diese Initiative, die von den Grünen Leopoldstadt ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, engagierte Frauen aus dem zweiten Bezirk zu ehren, die sich für einen guten Zweck einsetzen. Alle Bezirksbewohnerinnen und -bewohner sind eingeladen, aktiv mitzuentscheiden und Vorschläge für Nominierungen einzureichen. Die Frist dafür endet am Montag, den 16. Februar. Die feierliche Auszeichnung findet am Sonntag, den 8. März, um 19 Uhr im Spitzer (Taborstraße 10, Innenhof links) statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Die Grünen Leopoldstadt setzen seit 24 Jahren rund um den Weltfrauentag ein feministisches Zeichen. Diese Auszeichnung ist nicht nur eine Ehrung, sondern auch eine Möglichkeit, auf gesellschaftlich relevante Themen wie Umwelt, Soziales, Kultur oder Gleichberechtigung aufmerksam zu machen. Frauen, die sich für andere Menschen und das Zusammenleben im Bezirk einsetzen, stehen im Fokus dieser Initiative. Die Nominierungen müssen einen klaren Bezug zur Leopoldstadt haben und eine kurze Begründung enthalten. Eine Jury wird die Gewinnerin oder die Gewinnerinnen aus den Einsendungen auswählen. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und soll die wertvolle Arbeit der nominierten Frauen würdigen. Weitere Informationen sind in einem Artikel auf meinbezirk.at zu finden.
Engagement für eine gute Sache
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Auszeichnung „Frau des Jahres“ nicht nur eine lokale Veranstaltung ist, sondern auch Teil eines größeren Engagements für Frauenrechte und gesellschaftliche Themen. So wurde beispielsweise am 8. März 2025 die Auszeichnung an die „Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & Freund:innen“ verliehen. Diese Ehrung würdigte den Einsatz für das Gedenken an die Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück und die antifaschistische Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig es ist, die Geschichten von Widerstandskämpferinnen lebendig zu halten und sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Die Feier im Jahr 2025 wurde musikalisch von Maren Rahmann und dem Chor „Frauen singen für Befreiung“ begleitet. In der Laudatio von Jutta Matysek wurden die unmenschlichen Bedingungen im KZ Ravensbrück thematisiert, während Lisa Steininger, Obfrau der Lagergemeinschaft, über die Entwicklung des Vereins in den 90er-Jahren sprach. Diese Veranstaltungen sind nicht nur Feierlichkeiten, sondern auch wichtige Gelegenheiten, um auf die Gefahren extremistischer Ideen aufmerksam zu machen und die Bedeutung politischer Arbeit zu betonen. Weitere Details zur Auszeichnung finden sich auf leopoldstadt.gruene.at.
Globale Perspektiven und Herausforderungen
Das Engagement für Frauenrechte ist jedoch nicht auf die Leopoldstadt beschränkt. Es ist Teil einer weltweiten Bewegung, die sich an den Errungenschaften der internationalen Frauenbewegung orientiert. Die Pekinger Aktionsplattform der vierten Weltfrauenkonferenz von 1995 sowie der Zielkatalog der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung bieten wichtige Bezugspunkte für das weitere Vorgehen. Die Kampagne „Generation Gleichberechtigung: Frauenrechte verwirklichen – für eine gleichberechtigte Zukunft“, die 2020 ins Leben gerufen wurde, zeigt die anhaltende Relevanz dieser Themen.
Die Herausforderungen in der internationalen Zusammenarbeit sind vielfältig, besonders durch unterschiedliche politische Sichtweisen und Akteure aus „Nord und Süd“. Dennoch ist die Vernetzung mit anderen Frauenrechtsorganisationen weltweit eine Chance, ein gewaltfreies, gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben für alle Frauen zu fördern. Das Motto „Menschenrechte sind Frauenrechte – weltweit“ bleibt dabei zentral. Informationen über dieses Engagement finden Sie auf frauenrechte.de.