Am 25. Februar 2026 veranstaltete das NEOS-Team im zweiten Wiener Gemeindebezirk eine Nachtbegehung, die in Zusammenarbeit mit dem Verein FairPlay stattfand. Ziel dieser Veranstaltung war es, über die Sicherheit und das Wohlbefinden im öffentlichen Raum zu diskutieren. Ein zentrales Anliegen war die Verbesserung der Aufenthaltsqualität am Praterstern, die durch ein verordnetes Alkoholverbot erreicht werden soll. Zudem wurde die Umgestaltung des Czerninplatzes thematisiert, die sich auf attraktive Aufenthaltszonen, eine erhöhte Begrünung, Kfz-Verkehrsberuhigung, sichere Schulvorplätze sowie die Bevorzugung von Fuß- und Radverkehr konzentriert. BRin Elke Spehar und BR Nikolaus Pedarnig aus dem dritten Bezirk sowie BRin Sibylle Schwarz aus dem elften Bezirk nahmen Anregungen aus den Gesprächen mit den Gastgeberinnen des zweiten Bezirkes mit, die in die Planung einer zukünftigen Nachtbegehung in Wien-Landstraße einfließen sollen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Quelle der NEOS unter diesem Link.

Die Herausforderungen der urbanen Sicherheit und Aufenthaltsqualität sind jedoch nicht nur in Wien von Bedeutung. In Deutschland und Frankreich wird die bilaterale Kooperation in der zivilen Sicherheitsforschung durch das BMBF und ANR mit dem Projekt „Zukünftige Sicherheit in Urbanen Räumen“ gestärkt. Ziel ist es, die nationale Sicherheit zu erhöhen und zur europäischen Sicherheitsarchitektur beizutragen, indem Konzepte zur Verbesserung der Sicherheit in städtischen Gebieten entwickelt werden.

Forschung zur Sicherheit in urbanen Räumen

Ein Beispiel für abgeschlossene Forschungsvorhaben in diesem Bereich ist das Projekt DiverCity, das sich mit Sicherheit und Vielfalt in Stadtquartieren beschäftigt. Hierbei wurden Konzepte zur Schaffung eines sicheren Wohnumfelds entwickelt, wobei Fallstudien zur Kriminalprävention und zur Integration von Zuwanderern durchgeführt wurden. Ein weiteres relevantes Projekt, DRUSEC, untersuchte die Sicherheitslage in urbanen Räumen mit Drogenpräsenz und erstellte Sicherheitslagebilder sowie Handlungsempfehlungen. Diese Forschungsprojekte zeigen, wie wichtig es ist, sowohl Sicherheit als auch soziale Integration in urbanen Räumen zu berücksichtigen, um ein harmonisches Zusammenleben zu gewährleisten.

Um die Sicherheit in urbanen Räumen weiter zu verbessern, sind zahlreiche weitere Forschungsprojekte initiiert worden. Beispielsweise fokussiert sich das Projekt OPMOPS auf Planung und Krisenmanagement für öffentliche Veranstaltungen und entwickelt digitale Entscheidungshilfen zur Sicherheitsoptimierung. Auch das Projekt S2UCRE, welches den Aufbau eines Kameranetzwerks zur Überwachung von Menschenmengen zum Ziel hat, spielt eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung von Sicherheit in Städten. Weitere Details zu diesen Projekten und der zivilen Sicherheitsforschung finden Sie unter diesem Link.

Ein ganzheitlicher Ansatz für urbane Sicherheit

Das Thema urbane Sicherheit erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die physische Sicherheit als auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger in den Blick nimmt. Laut einer Studie des Bundesministeriums des Innern und für Heimat ist das Sicherheitsgefühl in Deutschland sozial und regional ungleich verteilt. Diese Ungleichheit zeigt sich nicht nur in der Kriminalitätsrate, sondern auch in der Wahrnehmung von Sicherheit im öffentlichen Raum. Experten empfehlen daher, Sicherheitskonzepte zu entwickeln, die die Bedürfnisse aller Bürger berücksichtigen und auf eine gerechte Verteilung von Sicherheit abzielen.

Im Kontext von städtischen Entwicklungen und der zunehmenden Diversität in den Städten ist es entscheidend, dass Sicherheitskonzepte nicht nur reaktiv, sondern auch präventiv gestaltet werden. Eine Studie von Bescherer et al. unterstreicht die Bedeutung der Stadtstruktur für das raumbezogene Sicherheitsgefühl und legt nahe, dass städtische Planung aktiv zur Verbesserung der Sicherheit beitragen kann. Solche Ansätze sind nicht nur für Wien von Bedeutung, sondern auch für andere Städte, die sich den Herausforderungen der urbanen Sicherheit stellen müssen. Für weiterführende Informationen zu diesem Thema können Sie die Quelle bei der Bundeszentrale für politische Bildung unter diesem Link einsehen.