In Wien-Landstraße wurde am Donnerstagnachmittag eine 26-jährige Frau in ihrer Wohnung gefunden. Der besorgte Zustand der Frau wurde bekannt, nachdem ihre Mutter sie als vermisst gemeldet hatte. Bei ihrem Auffinden war die Frau dehydriert und wies lebensgefährliche Verletzungen auf, war jedoch nicht ansprechbar. Sie wurde umgehend mit schweren Hämatomen und Schürfwunden in ein Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise hat sich ihr Zustand mittlerweile stabilisiert, und sie befindet sich weiterhin auf einer Intensivstation.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das vom Landeskriminalamt durchgeführt wird. Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts auf eine schwere Gewalttat, wobei die ersten Erkenntnisse auf eine brutale Gewalttat hinweisen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau mehrere Tage hilflos in der Wohnung gelegen hat. Ob ein Sexualdelikt vorliegt, muss durch weitere Untersuchungen und Ermittlungen geklärt werden, jedoch deuten erste Hinweise darauf hin, dass dies der Fall sein könnte. Aktuell ist die Frau aufgrund ihres Zustands nicht vernehmungsfähig, was die Ermittlungen erschwert.
Ermittlungen und Zeugenbefragungen
Die Polizei sichert derzeit Spuren, befragt Zeugen und wertet Beweismittel aus. Es ist unklar, ob die Mutter der Frau bereits befragt wurde. Die Ermittlungen könnten sich möglicherweise über einen längeren Zeitraum hinziehen, da sich die Gesundheitslage der Frau als kritisch darstellt. Die Behörden legen großen Wert darauf, die Privatsphäre des Opfers zu wahren und die Öffentlichkeit über den Fortschritt der Ermittlungen zu informieren. Weitere Details zu den Ermittlungen wurden bisher nicht mitgeteilt.
Kontext zur Gewalt gegen Frauen
Die Vorfälle in Wien werfen ein Schlaglicht auf ein weit verbreitetes und ernstes Problem: Gewalt gegen Frauen. Diese Form der Gewalt betrifft Frauen aufgrund ihres Geschlechts und tritt überproportional häufig auf. Eine Erhebung aus dem Jahr 2021, in Auftrag gegeben von Eurostat und dem Bundeskanzleramt, zeigt die Prävalenz von Gewalt gegen Frauen im Erwachsenenleben auf, sowohl in intimen Beziehungen als auch außerhalb. Themen wie Stalking, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und Gewalt in der Kindheit werden dabei behandelt.
Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer „Strategie für die Gleichstellung der Geschlechter 2020–2025“ umfassende Maßnahmen gegen geschlechtsbezogene Gewalt geplant. Dazu gehört auch eine detaillierte und vergleichbare Datenerhebung zu Gewalt gegen Frauen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen dazu beitragen, die Sicherheit von Frauen zu erhöhen und solche tragischen Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Für weitere Informationen zu diesem Vorfall und den laufenden Ermittlungen kann die Quelle auf Kurier und Head Topics eingesehen werden. Statistische Hintergründe zur Gewalt gegen Frauen finden Sie auf der Webseite der Statistik Austria.