In Wien-Landstraße wurde vor zwei Wochen eine 26-jährige Frau dehydriert und schwer verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden. Ihr Zustand war zu Beginn äußerst kritisch, doch mittlerweile hat sich die Lage verbessert, sodass sie von der Intensivstation auf die Normalstation einer Wiener Klinik verlegt werden konnte. Die Polizei hat bereits mit der Frau gesprochen, allerdings blieben die Angaben, die sie machte, „eher wirr“. Dies hat die Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) Wien in alle Richtungen gelenkt, wobei sowohl Fremdverschulden als auch ein gesundheitlicher Notfall als mögliche Ursachen für die Verletzungen in Betracht gezogen werden.
Besonders besorgniserregend ist, dass die Ermittler ein mögliches Sexualdelikt vermuten, jedoch weitere Untersuchungen erforderlich sind, um dies zu bestätigen. Die Frau hatte mehrere Tage in ihrer Wohnung gelegen, bevor sie am 5. Februar gefunden wurde. Ihre Mutter hatte eine Vermisstenanzeige erstattet, da sie den Kontakt zu ihrer Tochter verloren hatte. Bei ihrem Auffinden wies die Frau schwere Hämatome und Schürfwunden auf. Ein Sachverständiger wurde beauftragt, um die Verletzungen zu beurteilen und weitere Klarheit in den Fall zu bringen. Für betroffene Frauen in Österreich gibt es vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten, die unter verschiedenen Telefonnummern und Websites bereitgestellt werden.
Hilfsangebote für Betroffene
In Österreich stehen spezialisierte Beratungseinrichtungen für Frauen und Mädchen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, zur Verfügung. Diese Einrichtungen bieten kostenlose Unterstützungsmöglichkeiten an, zu denen Krisenintervention, psychosoziale Beratung, sowie die Vermittlung zu Psychotherapie und Traumatherapie zählen. Auch psychosoziale und juristische Prozessbegleitung sowie Bezugspersonenberatung werden angeboten. In jedem Bundesland gibt es mindestens eine Frauenberatungsstelle, die professionelle Unterstützung zu bestimmten Zeiten bietet.
Die Frauenhelpline gegen Gewalt ist österreichweit rund um die Uhr erreichbar und bietet kostenlos Erst- und Krisenberatung an. Für Wien gibt es zudem einen 24-Stunden Frauennotruf, der ebenfalls jederzeit Hilfe leisten kann. Diese Beratungen sind anonym und kostenlos für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, was eine wichtige Anlaufstelle in Krisensituationen darstellt.
Gesellschaftliche Verantwortung und Prävention
Das Engagement für gesellschaftliche Gleichberechtigung von Frauen geht über die direkte Hilfe hinaus. Frauenberatungsstellen bieten ein breites Beratungsspektrum an, das von Gewalt in Beziehungen über Trennung und Scheidung bis hin zur allgemeinen Lebensberatung reicht. In jedem Bundesland sind solche Beratungsangebote verfügbar, die auch auf sexualisierte Gewalt eingehen. Die Zielsetzung ist klar: eine mittel- und langfristige Reduktion von Gewalt durch Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Fortbildungs- und Vernetzungsaktivitäten.
Die Mitarbeiterinnen dieser Einrichtungen unterliegen der Schweigepflicht, was das Vertrauen in die angebotenen Dienstleistungen stärkt. Betroffene Frauen und Mädchen können sich sicher fühlen, wenn sie Hilfe suchen, und sollten sich nicht scheuen, diese wichtigen Angebote in Anspruch zu nehmen. Weitere Informationen zu den Angeboten finden sich auf den entsprechenden Websites, wie etwa unter Frauen gegen Gewalt.