Am 24. Februar 2026 wurde in der Karl-Farkas-Gasse 22 in Wien der AI:AT Coworking Hub feierlich eröffnet. Rund 300 Gäste aus Industrie, Wissenschaft, Start-ups und Politik versammelten sich, um die Eröffnung dieses neuen Zentrums für Künstliche Intelligenz (KI) zu feiern. Ziel des Hubs ist es, Wien als europäischen KI-Hotspot weiter auszubauen. Der Hub soll Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen vernetzen, Kompetenzen stärken und den Zugang zu KI-Infrastruktur erleichtern. Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke hob in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der AI Factory für die digitale Souveränität und das KI-Ökosystem in Österreich hervor. Laut Hanke spielt die AI Factory Austria (AI:AT) eine zentrale Rolle als Zugangspunkt für KI-Projekte, einschließlich Hardware, Trainingsangeboten und Expertenwissen.
Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und Start-ups bietet der Coworking Hub einfache Einstiegsmöglichkeiten in die Welt der Hochleistungs-KI und EuroHPC-Ressourcen. Die Schaffung von Kooperationen, die Entwicklung von Projekten und die Förderung neuer Geschäftsmodelle stehen im Fokus des Hubs. Aktuell arbeiten 67 Co-Worker aus 28 Unternehmen und fünf Branchen in den 94 bereitgestellten Arbeitsplätzen. Die AI:AT wird vom AIT Austrian Institute of Technology und Advanced Computing Austria getragen und erhält Unterstützung von Universitäten und Forschungseinrichtungen. Ein zentraler Aspekt ist die Überführung wissenschaftlicher Exzellenz in wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung.
Stärkung der KI-Kompetenzen in Europa
Die Eröffnung des Coworking Hubs war nicht nur ein lokales Ereignis, sondern zog auch europäische Aufmerksamkeit auf sich. In einem Panel diskutierten Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und der Europäischen Kommission über Infrastruktur und die Wettbewerbsfähigkeit der KI in Europa. Unter den Panelteilnehmern waren Kilian Gross von der Europäischen Kommission und Christoph Knogler von der KEBA Group AG. Das Thema der Diskussionen umfasste die Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich aus der Implementierung von KI-Technologien ergeben.
Andreas Liebl, CEO der appliedAI Initiative, hielt eine Keynote über die Förderung der KI-Adoption in verschiedenen Ländern. In einem anschließenden Fireside-Chat wurden praktische Beispiele aus dem Hub präsentiert, darunter innovative Unternehmen wie anyconcept, NEOALP und Sinntelligence. Dieser Austausch von Ideen und Erfahrungen soll die Zusammenarbeit in der europäischen KI-Community stärken und die Sichtbarkeit von KI-Initiativen erhöhen.
Ein Blick in die Zukunft
Seit dem Start des Trainings- und Enablement-Programms im Juli 2025 hat AI:AT über 20 Schulungsveranstaltungen mit mehr als 900 Teilnehmern durchgeführt und unterstützt über 40 Initiativen und Organisationen, darunter Start-ups und öffentliche Institutionen. Zudem wurden mehr als 10 Partnerschaften gegründet und 30 Veranstaltungen zur Stärkung der Gemeinschaft organisiert. Der Zugang zu europäischen Hochleistungsrechnern im EuroHPC-Ökosystem, den AI:AT bietet, ermöglicht es, rechenintensive KI-Projekte effizient zu klassifizieren und zu überwachen.
Mit der Eröffnung des AI:AT Coworking Hub in Wien wird ein bedeutender Schritt in Richtung einer stärkeren Vernetzung und Förderung von KI-Kompetenzen in Österreich und Europa gemacht. Die Initiative hat das Potenzial, als Katalysator für Innovationen zu wirken und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen KI-Landschaft zu verbessern. Weitere Informationen zur Eröffnung und den Zielen des Hubs finden Sie in einem ausführlichen Bericht auf Wiener Bezirksblatt und auf der offiziellen Webseite von AI:AT.