Am 24. Februar 2026 wurde in der Karl-Farkas-Gasse 22 im Wiener Bezirk Landstraße der neue Coworking Hub der AI Factory Austria (AI:AT) feierlich eröffnet. Bei der Veranstaltung waren rund 300 Stakeholder aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung anwesend, was die Bedeutung des Events unterstrich. Der Innovations- und Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) bezeichnete die AI Factory als einen entscheidenden Meilenstein für Österreichs digitale Souveränität und die Entwicklung souveräner KI-Fähigkeiten.
Der neue Hub ist nicht nur ein zentraler Treffpunkt, sondern auch ein Trainingsraum, der darauf abzielt, die Zusammenarbeit an KI-Anwendungen zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verwaltung zu fördern. Mit über 67 „Co-Workern“ aus 28 Unternehmen und fünf verschiedenen Branchen bietet der Coworking Hub insgesamt 94 Arbeitsplätze. Die AI Factory Austria wurde durch das European High-Performance Computing Joint Undertaking kofinanziert und stellt einen Zugang zu europäischer Hochleistungsrechenleistung (HPC) bereit, insbesondere zum Supercomputer Leonardo in Bologna, bis der geplante Wiener Supercomputer Ende 2027 verfügbar ist.
Vielfältige Trainingsangebote
Der Coworking Hub bietet ein breites Spektrum an Trainingsformaten: von Einsteiger- und Executive-Schulungen bis hin zu technischen Trainings. Seit Juli 2025 wurden über 20 Trainings mit mehr als 900 Teilnehmern durchgeführt, was die hohe Nachfrage nach Weiterbildung im Bereich Künstliche Intelligenz verdeutlicht. Außerdem werden über 40 Projekte begleitet und rund 30 Community-Veranstaltungen organisiert, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
AI:AT fungiert als marktneutraler Zugangspunkt für KI-Vorhaben und vereint Infrastruktur, Expertise und Vernetzung. Im Rahmen der Eröffnung fanden verschiedene Diskussionspanels statt, an denen Vertreter aus Industrie, Forschung, Politik und der Europäischen Kommission teilnahmen. Ein Fireside Chat ermöglichte den Austausch über Erfahrungen im europäischen AI-Factories-Netzwerk, während eine Keynote von Andreas Liebl, CEO der appliedAI Initiative, die Förderung der KI-Adoption in verschiedenen Ländern thematisierte.
Ein Schritt in die Zukunft
Der AI:AT Coworking Hub ist mehr als nur ein Arbeitsplatz; er ist ein physisches Zentrum für Austausch, Weiterbildung und Zusammenarbeit in der dynamischen Welt der Künstlichen Intelligenz. Die AI Factory Austria zielt darauf ab, den Zugang zu KI mit geringen Hürden zu ermöglichen und Organisationen bei der Nutzung dieser Schlüsseltechnologie zu unterstützen. Dies ist besonders relevant im Kontext der Industriestrategie 2035 und des FTI-Pakts 2027–2029, in denen KI als zentrale Technologie definiert wird.
Insgesamt stellt die Eröffnung des Coworking Hubs einen wichtigen Schritt dar, um Österreich als einen der führenden Akteure im Bereich der Künstlichen Intelligenz in Europa zu positionieren. Die zahlreichen Initiativen und Angebote, die hier entstehen, könnten nicht nur für die Wirtschaft von Bedeutung sein, sondern auch für die gesamte Gesellschaft, indem sie Innovation und Fortschritt fördern. Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie in der vollständigen Berichterstattung auf MeinBezirk und AIT Presse.