In Wien, genauer gesagt im Bezirk Landstraße, hat der Baustart für die neue Erstversorgungsambulanz (EVA) an der Klinik Landstraße begonnen. Dieses Projekt zielt darauf ab, das Angebot für Patientinnen und Patienten bis 2027 erheblich zu erweitern und dabei insbesondere die Notaufnahme zu entlasten. Ein geplanter moderner Eingangsbereich soll die Wartezeiten verkürzen und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten steigern. Bis Ende 2026 werden alle Stationen der Klinik umfassend saniert, während der Betrieb aufrechterhalten wird – eine logistische Meisterleistung.

Die Klinik Landstraße ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Bewohner der Bezirke 3, 10 und 11, von denen rund 58 % der Patientinnen stammen. Über 80 % dieser Patientinnen sind berufstätige Erwachsene im Alter zwischen 20 und 69 Jahren. Monatlich werden zwischen 2.800 und 3.000 EVA-Patientinnen behandelt. Im Jahr 2025 konnten bis zu 68 % der EVA-Patientinnen nach der Behandlung mit einem Rezept entlassen werden. Die EVA fungiert als erste Anlaufstelle für akute allgemeinmedizinische Probleme, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten.

Umbau und Modernisierung der Klinik

Die Behandlungen in der neuen Ambulanz umfassen eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen, von Infekten und Schmerzen bis hin zu Schnitt- und Schürfwunden. Zudem wird ein kleines Labor eingerichtet, das rasche Befundabklärungen ermöglicht. Mit zwei medizinischen Teams, die in der Klinik Landstraße bereitstehen, wird eine umfassende Versorgung sichergestellt. Der architektonische Vorbau, der das Erscheinungsbild der Klinik prägen wird, soll sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend sein.

Parallel zu diesen Entwicklungen in Wien wird auch in Deutschland ein starkes Augenmerk auf die Notfallversorgung gelegt. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hat den Gesetzesentwurf zur Reform der Notfallversorgung im Bundestag begrüßt. Diese Reform zielt darauf ab, die notfallmedizinische Versorgung in Deutschland zu verbessern, indem ambulante und stationäre Versorgung, Rettungsdienst und digitale Vernetzung integriert werden.

Reform der Notfallversorgung in Deutschland

Ein zentrales Element dieser Reform sind die geplanten bundesweiten 24/7-Akutleitstellen unter der Nummer 116 117, die eine medizinische Ersteinschätzung innerhalb von drei Minuten bei 75 % aller Anrufe ermöglichen sollen. Die Unterstützung erfolgt durch telefonische, Video- und Praxis-Hilfe sowie durch Transport- und Apotheken-Botendienste. Zudem werden Integrierte Notfallzentren (INZ) eingeführt, die Notaufnahme, Notdienstpraxis und Ersteinschätzung bündeln, um die Notaufnahmen zu entlasten und die Wartezeiten zu verkürzen.

Die DGIIN sieht diesen Gesetzesentwurf als einen Fortschritt für die Gesundheitsversorgung in Deutschland und fordert einen parteiübergreifenden Konsens zur schnellen Verbesserung der Versorgung. Ein Aufschub in der Umsetzung könnte für Patientinnen und Patienten fatale Folgen haben. Diese Entwicklungen in Wien und Deutschland verdeutlichen, wie wichtig eine gut organisierte Notfallversorgung ist, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

Für weitere Informationen zu den Arbeiten an der neuen Erstversorgungsambulanz in Wien können Sie die vollständigen Details in der Quelle nachlesen. Weitere Aspekte zur Notfallversorgung in Deutschland finden Sie auch in der Quelle sowie der ausführlichen Analyse der DGIIN in der Quelle.