Die Stadt Wien hat sich entschlossen, die Regeln für kostümierte „Mozartverkäufer“ in der Innenstadt zu verschärfen. Diese Entscheidung folgt auf eine wachsende Anzahl von Beschwerden über das aufdringliche Verhalten der Verkäufer und hunderte Verstöße gegen bereits bestehende Regelungen. In den Hotspots der Stadt, wie dem Stephansplatz, der Kärntner Straße, dem Herbert-von-Karajan-Platz und dem Graben, wird der Ticketverkauf künftig verboten. Diese Maßnahme tritt voraussichtlich Anfang Mai 2024 in Kraft, sofern alles nach Plan verläuft. Der Verordnungsentwurf befindet sich derzeit in der Begutachtungsphase, in der Stellungnahmen innerhalb von vier Wochen eingereicht werden können.

Der Hintergrund dieser neuen Regelung ist nicht nur das steigende Unbehagen bei Passanten und Touristen, sondern auch eine Vielzahl von Beschwerden von Institutionen wie der Staatsoper und Wien Tourismus. Die Stadt reagiert damit auf die Erkenntnisse, die aus regelmäßigen Kontrollen des Magistrats gewonnen wurden. Im Jahr 2024 wurden an 42 Aktionstagen insgesamt 579 Ticketverkäufer überprüft, wobei 299 Verstöße festgestellt wurden. Besonders auffällig ist, dass viele Verkäufer ohne die erforderlichen Genehmigungen in der Innenstadt aktiv waren.

Regelungen und Kontrollen

Bereits 2021 wurde eine Zonierungsverordnung eingeführt, die maximal 18 genehmigte Verkaufsplätze für die Verkäufer festlegte. Vor dem Hauptportal des Stephansdoms war die gewerbliche Tätigkeit von Anfang an ausgeschlossen. Dennoch hat sich gezeigt, dass diese Regelung nicht ausreicht, um die Situation zu regulieren. Die Kontrollen haben ergeben, dass sich viele Ticketverkäufer nicht an die Vorgaben halten und insbesondere vor dem Stephansdom, wo ein hohes Touristenaufkommen herrscht, ein angespanntes Klima herrscht.

Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) betont die Notwendigkeit dieser Verschärfung. Die Beschwerden über das aufdringliche Ansprechen der Verkäufer sind nicht nur zahlreich, sondern auch zunehmend ernsthaft. Sowohl Passanten als auch Institutionen haben ihre Unzufriedenheit über die Belästigungen geäußert, die das Stadtbild beeinträchtigen. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Innenstadt für alle Besucher angenehmer zu gestalten.

Ein Blick auf die Zukunft

Die Verordnung, die ab Mai 2024 in Kraft treten soll, wird die Auflagen für die „Mozartverkäufer“ erheblich verschärfen. Die Stadt Wien plant, damit nicht nur auf die Beschwerden der Bürger einzugehen, sondern auch ein angenehmeres Ambiente in den zentralen Bereichen der Stadt zu schaffen. Es bleibt abzuwarten, wie die Verkäufer auf die neuen Regelungen reagieren und ob sie sich an die Vorgaben halten werden. Die Stadtverwaltung zeigt sich jedoch entschlossen, die Kontrolle zu verschärfen und die Einhaltung der neuen Vorschriften zu überwachen.

Insgesamt zeigt diese Entwicklung, wie wichtig es ist, auf die Bedürfnisse der Bürger und Touristen einzugehen, um das kulturelle Erbe der Stadt zu bewahren und gleichzeitig eine respektvolle und angenehme Umgebung zu schaffen. Für weitere Informationen zu diesem Thema kann die Quelle [hier](https://www.meinbezirk.at/wien/c-lokales/verbot-fuer-mozartverkaeufer-an-wiens-innenstadt-hotspots_a8385560) eingesehen werden.