Am Montag, dem 10. März 2026, wurde Vincent Abbrederis im Wappensaal des Wiener Rathauses mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler würdigte ihn als eine entscheidende Kraft für das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus) und die freie Szene in Wien. Bürgermeister Michael Ludwig war ebenfalls anwesend, um die Ehrung zu unterstützen, während zahlreiche Gäste aus Kunst und Kultur, darunter Franz Mrkvicka und Saya Ahmad, den Festakt begleiteten, der musikalisch von den Vienna Strings umrahmt wurde. Abbrederis wurde insbesondere für sein Engagement während der Generalinstandsetzung und Zukunftssicherung des WUK gelobt, das von 2021 bis 2024 auf rund 12.000 m² nachhaltig saniert wird.

Vincent Abbrederis, geboren 1959 in Bregenz und ausgebildet in Politikwissenschaft und Geschichte in Wien, begann seine Verbindung zum WUK mit dem Zivildienst und übernahm 2004 die Geschäftsleitung. In seiner Dankesrede äußerte er den Wunsch, dass das WUK ein Ort des Diskurses und der Demokratie bleibt. Seine Nachfolgerin, Stefanie Steinwendtner, lobte die nachhaltige Positionierung des WUK und die bedeutenden Fortschritte, die während seiner Amtszeit erzielt wurden. Abbrederis wird im März 2024 in den Ruhestand treten.

Herausforderungen und Zukunft des WUK

Das WUK, das mittlerweile 160 Jahre alt ist, spielt eine zentrale Rolle für die Zivilgesellschaft in Wien und Österreich und unterstützt über 150 Gruppen im Kunst- und Sozialbereich. Für die erste Phase der Sanierung werden 850.000 Euro benötigt, die hauptsächlich für die Erneuerung der elektrischen Anlagen vorgesehen sind. Ute Fragner, eine wichtige Stimme im WUK, betont die Notwendigkeit eines realistischen Mietvertrags mit der Stadt Wien, da der aktuelle Mietvertrag konfliktbeladen ist und die geforderte Jahresmiete von 100.000 Euro pro Monat für das WUK nicht tragbar ist.

Obwohl das WUK alle Sicherheitsstandards erfüllt, ist die Sanierung unerlässlich, um den Betrieb langfristig zu sichern. Die vergangenen 38 Jahre hat das WUK in baufälligem Zustand betrieben. Verschärfte Rechtsnormen erfordern eine umfassende Sanierung, um auch Barrierefreiheit zu gewährleisten. Spenden werden als zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten genutzt, um die notwendigen Mittel zu mobilisieren.

Fördermöglichkeiten im Kunst- und Kulturbereich

Um die Herausforderungen der Sanierung zu bewältigen, sind Förderanträge in der Sektion Kunst und Kultur des BMWKMS von großer Bedeutung. Diese Förderungen umfassen nicht nur EU-Förderprogramme, sondern auch Sonderförderungen. Trotz finanzieller Engpässe sind im Doppelbudget 2025/26 10 Millionen Euro für Förderungen garantiert. Programme wie „Klimafitte Kulturbetriebe“ unterstützen Investitionen zur Einsparung von Endenergie in Kunst- und Kulturbetrieben in Österreich.

Die Antragsberechtigten für Förderungen sind vielfältig, darunter Einzelpersonen, Gruppen von Kunstschaffenden, Kunstinstitutionen sowie Firmen, die innovative Projekte umsetzen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Fördermittel nur nach Verfügbarkeit bereitgestellt werden und ein individueller Anspruch auf Förderung nicht besteht. Die regelmäßige Berichtspflicht und die Einhaltung der spezifischen Anforderungen sind ebenfalls essenziell, damit die Fördermittel erfolgreich beantragt werden können.

Insgesamt ist das WUK ein unverzichtbarer Ort der kreativen Betätigung und des Diskurses in Wien. Es liegt an der Gemeinschaft, durch Spenden und das Teilen positiver Erfahrungen das WUK zu unterstützen, damit es auch in Zukunft ein Ort für Kunst, Kultur und gesellschaftliche Entwicklung bleibt. Für weitere Informationen zu den jüngsten Entwicklungen und Möglichkeiten zur Unterstützung, besuchen Sie bitte die offizielle WUK-Website und die Fördermöglichkeiten des BMWKMS.