In der Wiener Börsegasse 9/16, im ersten Bezirk, nahe der Börse, befindet sich das Restaurant Qero, das mit seiner modernen peruanischen Küche einen besonderen Platz in der heimischen Gastronomieszene einnimmt. Das kulinarische Konzept von Qero vereint klassische peruanische Gerichte mit Nikkei-Einflüssen, einer faszinierenden Fusion aus japanischen und peruanischen Aromen. Die Speisekarte bietet eine Vielzahl von Gerichten, darunter Ceviche in unterschiedlichen Variationen, Causa, Lomo Saltado und Ají de Gallina. Besonders hervorzuheben ist die Geschmacksbalance, die auf der harmonischen Kombination von Säure, Schärfe und Cremigkeit basiert, wobei Zutaten wie Ají Amarillo und Rocoto eine zentrale Rolle spielen.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal von Qero ist die Berücksichtigung vegetarischer Gerichte, die eigenständig kreiert wurden und nicht nur als Alternativen zu den Fleischgerichten dienen. Diese Ausrichtung hat eine treue Stammkundschaft angezogen, die die Wiedererkennbarkeit der Gerichte schätzt. Neben dem Hauptstandort betreibt das Qero-Team auch die Cinco Bar in der Naglergasse, die als eigenständige Bar fungiert. Das Konzept der Cinco Bar orientiert sich an den fünf Elementen: Feuer, Wasser, Holz, Erde und Metall. Die Cocktailkarte interpretiert jedes Element mit einer Auswahl an Drinks und Shots, wobei der Fokus auf Pisco und lateinamerikanischen Aromen liegt. Bar Manager Nick Thiel-Diehle ist für die Detailarbeit und Kreativität in der Bar verantwortlich.
Die Nikkei-Küche im Fokus
Die Nikkei-Küche, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung in der gehobenen Gastronomie gewinnt, ist das Herzstück von Qeros kulinarischem Ansatz. Diese besondere Küche, die aus der Fusion japanischer und peruanischer Aromen hervorgegangen ist, hat durch renommierte Restaurants wie Maido und Osaka, die internationale Anerkennung genießen, an internationalem Ruhm gewonnen. Maido, geleitet von Chefkoch Mitsuharu Tsumura, befindet sich in der Liste der World’s 50 Best Restaurants und steht somit stellvertretend für die hohe Kunst der Nikkei-Küche.
Die Wurzeln dieser faszinierenden Küche reichen zurück zu den japanischen Einwanderern in Peru im späten 19. Jahrhundert. Heute ist der Einfluss der peruanischen Küche, insbesondere der Nikkei-Küche, global spürbar. Köche auf der ganzen Welt experimentieren mit einzigartigen Zutaten und Aromen, während sie ihre kulinarischen Traditionen bewahren. In Peru selbst bieten zahlreiche Restaurants, von gehobenen bis zu kleineren Fusionslokalen, kreative Nikkei-Gerichte an, die eine neue Generation von Köchen und Feinschmeckern inspirieren.
Die besonderen Zutaten der Nikkei-Küche
Ein herausragendes Element in vielen Nikkei-Gerichten ist die Tigermilch (Leche de Tigre), eine frische und leicht scharfe Marinade für rohen Fisch, die aus Limettensaft, Chili, Ingwer, Sellerie, Knoblauch und Salz besteht. Diese Marinade wird oft mit kreativen Variationen, wie etwa mit Ingwer, Minze oder Kokosmilch, verfeinert. Ein weiteres wichtiges Element ist das Ají Amarillo, eine fruchtige Chilisorte, die oft in Gerichten wie Ceviche verwendet wird und für ihren einzigartigen Geschmack bekannt ist.
Die Verwendung von Yuzu, einer asiatischen Zitrusfrucht, ist ebenfalls charakteristisch für die Nikkei-Küche. Diese Frucht, die geschmacklich intensiver und leicht bitter ist als eine Zitrone, findet häufig in Marinaden Anwendung. Zudem wird Panko, ein japanisches Paniermehl, verwendet, um Gerichte mit einer zarten und knusprigen Kruste zu versehen. Diese Zutaten tragen zur Frische, Einfachheit und dem unverwechselbaren Umami-Geschmack der Nikkei-Gerichte bei.
Qero und die Cinco Bar repräsentieren nicht nur die Vielfalt und den Reichtum der peruanischen und Nikkei-Küche, sondern auch die Fähigkeit, in einem Umfeld, in dem Austauschbarkeit häufig ist, eine eigene Identität und Profilierung zu schaffen. Beide Betriebe genießen regelmäßig Anerkennung in Guides und Branchenrankings, was ihren hohen Anspruch an Qualität und Kreativität unterstreicht. Weitere Informationen und interessante Einblicke in die Welt der Nikkei-Küche finden Sie hier und hier.