Das traditionsreiche Café Central in der Wiener Herrengasse steht vor einem aufregenden Wandel. Eine umfassende Renovierung ist in Planung, die nicht nur die denkmalgeschützten Räumlichkeiten aufhübschen soll, sondern auch eine moderne Kühlung durch Anschluss an das Fernkältenetz von Wien Energie ermöglicht. Dies gibt dem beliebten Kaffeehaus frischen Wind und passt perfekt in die Klimastrategie der Stadt Wien. MeinBezirk berichtet, dass die Arbeiten im März 2026 beginnen und voraussichtlich sechs Monate in Anspruch nehmen werden.
Ökologische Verantwortung im Fokus
Die Betreiberfirma Verkehrsbüro Hospitality hat sich der ökologischen Verantwortung verschrieben. Durch den Anschluss an das Fernkältenetz, immerhin ein System, das seit 2007 kontinuierlich ausgebaut wird, können etwa 50 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen eingespart werden. Diese Form der Kühlung wird als ein zentraler Baustein in der Stadtentwicklungsstrategie betrachtet, ähnlich wie die Fernwärme in den 70er und 80er Jahren. Laut der Wiener Stadtverwaltung wird bis 2030 eine Investitionssumme von 90 Millionen Euro in den Ausbau der Fernkälte fließen, was die Reichweite und Effektivität des Systems erheblich steigern soll, wie Wien Presse betont.
Da Klimaneutralität bis 2040 als Ziel ausgegeben wurde, umfasst die Renovierung nicht nur die Erneuerung der technischen Komponenten, sondern auch die Integration in die historische Bausubstanz. Besondere Beachtung finden dabei auch neue Küchenbereiche sowie die Patisserie des Café Central.
Ein Platz für alle Kaffeehausliebhaber
Während der Renovierungsarbeiten wird das Café Central geschlossen, eine temporäre Lösung in Form des Decentral (Freyung 3/1) bietet aber weiterhin Platz für Kaffeeliebhaber. Die Mitarbeitenden werden während der Baumaßnahmen auf andere Standorte der Gruppe verteilt oder kümmern sich um das Catering.
Für die Anwohner wird versprochen, dass sie von der neuen Fernkälte profitieren können – besonders in heißen Sommern, die immer häufiger werden. Bereits im Sommer 2024 zählte man in der Wiener Innenstadt über 50 Hitzetage, was den dringenden Bedarf einer effektiven Klimatisierung unterstreicht. OTS.at hebt hervor, dass es bei der Fernkältestrategie nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um die Lebensqualität der Bürger geht.
Die kommende Renovierung des Café Central ist daher nicht bloß eine bauliche Maßnahme, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Kombination aus traditioneller Kaffeehauskultur und modernen, ökologischen Standards wird das Café Central weiterhin als einen der beliebtesten Treffpunkte Wiens etabliert. Der gesamte Bezirk darf auf die Veränderungen gespannt sein und kann sich schon bald über ein komfortableres und umweltfreundlicheres Café freuen.





