In Hietzing ist die Diskussion um das ehemalige Jugendgästehaus in der Schloßberggasse 8, das zuletzt als Ankunftszentrum für Kriegsvertriebene aus der Ukraine diente, neu entbrannt. Die Liegenschaft, die im Besitz der Stadt Wien ist, wurde seit 20. Juli 2022 dem Fonds Soziales Wien (FSW) zur Unterbringung und Betreuung geflüchteter Menschen überlassen. Diese Vereinbarung endet am 30. April, was die Frage aufwirft, wie es mit dem Standort weitergeht. Die Stadt plant, an dieser Stelle einen Gemeindebau zu errichten, doch die Grünen in Hietzing fordern eine Weiternutzung des Zentrums bis zum Baustart des neuen Bauprojekts.
Christopher Hetfleisch, der stellvertretende Klubvorsitzende der Grünen Hietzing, hebt die Dringlichkeit einer menschenwürdigen Unterkunft für ankommende Vertriebene hervor, insbesondere für Familien mit minderjährigen Kindern. Unterstützung erhält er von Judith Pühringer, der Parteivorsitzenden der Grünen Wien, die ebenfalls die Forderung nach einer Weiterverwendung des Zentrums als Ankunftszentrum unterstützt. In einer kürzlich abgehaltenen Bezirksvertretungssitzung wurde ein Resolutionsantrag zur Unterstützung von Ukraine-Vertriebenen mehrheitlich angenommen, wobei die FPÖ als einzige Partei dagegen stimmte.
Herausforderungen durch Denkmalschutz
Eine Sprecherin von Wiener Wohnen hat zwar bestätigt, dass die Liegenschaft bereits übernommen wurde, doch eine Einschätzung zur Möglichkeit einer Übergangsnutzung als Ankunftszentrum steht noch aus. Die Nutzung hängt von Abstimmungen mit dem Bundesdenkmalamt ab, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Derzeit sind keine Informationen zu den Herausforderungen und Kosten des Umbaus verfügbar. Dies könnte die Pläne zur weiteren Nutzung erheblich beeinflussen.
Aktuelle Entwicklungen und weitere Informationen
Die Situation ist nicht nur für die politisch Verantwortlichen, sondern vor allem für die betroffenen geflüchteten Familien von großer Bedeutung. Die Grünen setzen sich dafür ein, dass die Liegenschaft weiterhin als Ankunftszentrum genutzt wird, bis der Bau des Gemeindebaus beginnen kann. Dies könnte dazu beitragen, den Druck auf die Unterbringungskapazitäten in Wien zu verringern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Krone.
Während die politischen Diskussionen weitergehen, bleibt abzuwarten, ob eine Einigung erzielt werden kann, die sowohl den Bedürfnissen der geflüchteten Menschen als auch den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht wird. In Zeiten, in denen die Flüchtlingssituation in Europa weiterhin angespannt ist, ist ein schnelles Handeln gefragt, um betroffenen Familien eine menschenwürdige Unterkunft zu bieten.






