In der Nacht auf Freitag, den 20. Februar 2026, kam es in Wien-Hietzing zu einem versuchten Einbruch, der von einer aufmerksamen Zeugin beobachtet wurde. Diese alarmierte gegen 00.05 Uhr den Polizeinotruf und berichtete von drei Jugendlichen, die an der Eingangstür eines Geschäftslokals hantierten. Als die Polizei eintraf, stellten die Beamten eine beschädigte Scheibe der Geschäftstür fest, was auf einen Einbruchsversuch hindeutete. Die drei Teenager ergriffen bei Sichtung der Polizei schnell die Flucht, konnten jedoch im Nahbereich zügig aufgegriffen werden.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 14-jährigen Österreicher sowie zwei Afghanen im Alter von 15 und 16 Jahren. Die Jugendlichen befinden sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam, während das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Süd, die weiteren Ermittlungen führt. Diese Informationen stammen aus verschiedenen Quellen, die den Vorfall detailliert dokumentierten, einschließlich der Berichterstattung von Vienna.at und Heute.at.

Jugendkriminalität im Fokus

Der Vorfall in Hietzing wirft ein Schlaglicht auf die aktuelle Situation der Jugendkriminalität in Österreich. Eine neu gegründete Einsatzgruppe, die im Auftrag des Innenministeriums handelt, hat im Zeitraum von März 2024 bis Ende September 2025 eine Bilanz von 10.574 Anzeigen erstatten müssen. Darunter fallen 2.687 Fälle, die Minderjährige betreffen. In 1.315 dieser Fälle, darunter 136 Minderjährige, kam es zu Festnahmen. Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen Jugendkriminalität, wie sie Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betont hat.

Die Einsatzgruppe wurde speziell aufgrund eines Anstiegs der Anzeigen gegen Personen im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Leben gerufen. Wurden 2015 noch rund 5.160 Anzeigen gegen diese Altersgruppe verzeichnet, stieg die Zahl bis 2024 auf mehr als 12.000. Besonders auffällig ist der Anstieg bei syrischen Staatsbürgern in dieser Altersgruppe. Vor diesem Hintergrund werden Maßnahmen wie das Aussetzen des Familiennachzugs und die Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Fallkonferenz zwischen Polizei, Jugendbehörden, Schulen und Justiz angestrebt.

Zukunftsausblick

Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die Situation für Jugendliche, die straffällig werden, nachhaltig zu verbessern. Eine gefängnisähnliche Unterbringung für jugendliche Straftäter soll dazu beitragen, klare Tagesabläufe zu etablieren und die Nichteinhaltung von Regeln mit Konsequenzen zu versehen. Es ist evident, dass die Bekämpfung der Jugendkriminalität nicht nur eine Frage der Strafverfolgung, sondern auch der Prävention ist. Die Entwicklungen in Wien-Hietzing sind daher Teil einer größeren Diskussion über die Herausforderungen, die mit Jugendkriminalität in Österreich verbunden sind.

Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie die Behörden auf Vorfälle wie den in Hietzing reagieren und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit in den Gemeinden zu gewährleisten.