Das Kardinal König Haus (KKH) in Hietzing hat seit Sommer 2024 einen neuen Direktor. P. Helmut Schumacher SJ, ein Priester aus Osnabrück, Deutschland, hat die Leitung übernommen und bringt eine beeindruckende Biografie mit. Bevor er in den Jesuitenorden eintrat, war er mehrere Jahre in der Diözese Osnabrück tätig. Nach einem zweijährigen Noviziat in Innsbruck, das im Herbst 2016 begann, leitete er das mk-Jugendzentrum und baute die „Zukunftswerkstatt“ auf. Schumacher blickt auf Auslandseinsätze in New York City, Uganda, den Philippinen und im Libanon zurück und hat Erfahrungen als Seelsorger im Gefängnis sowie bei Flüchtlingen und Jugendlichen gesammelt.
Das Kardinal König Haus, das 1884 als Jagdschloss gekauft wurde, dient heute als Bildungs- und Begegnungszentrum. Es bietet Seminare für Führungskräfte, Ärzte, Pflegepersonal und Ehrenamtliche an und hat insgesamt 42 Zimmer, die für 78,20 Euro pro Person inklusive Frühstück vermietet werden. Schumacher beschreibt das KKH als einen inspirierenden Ort der Begegnung, des Austausches und der Spiritualität. Nach seinem Amtsantritt wurde jedoch ein dringender Brandschutzumbau notwendig, um die Sicherheit des Hauses zu gewährleisten.
Dringender Brandschutzumbau
Die geschätzten Kosten für den Umbau, der die Erneuerung der Brandmelder, den Bau neuer Fluchtstiegen und die Installation einer Druckbelüftungsanlage umfasst, steigen von anfänglichen 4 Millionen Euro auf mittlerweile mindestens 5,5 Millionen Euro. Der Baubescheid der Stadt Wien wird in den nächsten Wochen erwartet, und das Haus soll von Juli bis Ende September 2024 geschlossen werden.
Um das Projekt zu realisieren, sucht Schumacher nach finanzieller Unterstützung durch Unternehmen und Institutionen, da die Finanzierung des Umbaus noch nicht vollständig gesichert ist. Angesichts der hohen Kosten ist dies eine Herausforderung, die er mit Entschlossenheit angeht.
Ein Ort der Inspiration
Das Kardinal König Haus besteht aus drei Gebäuden: dem Schlössl, dem Exerzitienhaus und einem Neubau mit einem Vortragssaal. In all diesen Räumlichkeiten finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die die Gemeinschaft stärken und den Austausch fördern. Schumacher engagiert sich intensiv dafür, das KKH als einen Ort der Inspiration und Spiritualität weiterzuentwickeln.
In den kommenden Jahren wird es spannend sein zu beobachten, wie sich das KKH unter Schumachers Leitung entwickelt, insbesondere mit den anstehenden Umbauarbeiten und den damit verbundenen Herausforderungen. Sein Werdegang und seine Visionen für das Haus zeigen, dass er bereit ist, diese Herausforderungen anzunehmen und das KKH zu einem noch bedeutenderen Zentrum der Begegnung in Wien zu machen.
Weitere Informationen zu den Aktivitäten und dem Umbau des Kardinal König Hauses finden Sie in den Artikeln von Die Presse und Hietzing.at.