Ein Überfall, der skandalöse Züge trägt, ereignete sich am 7. Oktober 2025 in Wien-Hernals. Eine 20-Jährige wurde in ihrer Wohnung in der Gschwandnergasse von drei Frauen überfallenen und beraubt. Laut Vienna.at klopften die Täterinnen an die Tür, und als das Opfer öffnete, drangen sie gewaltsam in die Wohnung ein. Dabei wurde die junge Frau an den Haaren gezogen und geschlagen, während sie um 800 Euro beraubt wurde.

Die Polizei wurde schnell informiert, als das Opfer das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs notierte. Kurz nach dem Vorfall gelang es den Beamten, das Fahrzeug anzuhalten und die drei rumänischen Staatsbürgerinnen, darunter zwei 24-Jährige und eine 15-Jährige, festzunehmen. Die genauen Hintergründe des Übergriffs sind derzeit noch unklar. Man fragt sich, ob es sich um eine gezielte Tat handelt oder vielleicht um eine missratene Schuldensituation.

Prävalenz von Wohnungseinbrüchen in Österreich

Dieser Vorfall wirft ein Licht auf ein größeres Problem: Wohnungseinbrüche sind in Österreich ein wiederkehrendes Thema. Statistiken des Bundeskriminalamts zeigen, dass nationale Daten und Entwicklungen zur Kriminalität einen besorgniserregenden Trend zeigen. Zwischen 2014 und 2024 wurden Einbrüche in Wohnungen und Häusern systematisch erfasst, wobei die Zahl der Einbrüche in Wohnräume 2023 auf 7.647 Anzeigen sank, jedoch trotzdem Ausdruck eines hintenliegenden Problems bleibt. Statista zeigt auf, dass die Fallzahlen im Allgemeinen ein fluides Bild der Sicherheit in österreichischen Städten darstellen.

Die allgemeine Kriminalstatistik des Bundesministeriums für Inneres zeigt zudem, dass die Zahl der angezeigten Straftaten im Jahr 2023 auf 528.010 angestiegen ist, was einem Zuwachs von 8% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders bemerkenswert sind die Zunahme von Eigentums-, Wirtschafts- und Internetkriminalität, wobei der Internetbetrug um fast 25% gestiegen ist. BMI berichtet zudem von einem Anstieg der Tatverdächtigen, der ebenfalls um 9,1% gestiegen ist. Dabei sticht hervor, dass vor allem rumänische Staatsangehörige häufig unter den Beschuldigten zu finden sind.

Was bedeutet das für die Sicherheit in Wien?

Diese Entwicklung könnte viele Wiener besorgt machen, wenn es um die eigene Sicherheit geht. Es lohnt sich, über präventive Maßnahmen nachzudenken, um das Risiko eines Überfalls oder Einbruchs zu minimieren. Die Wahrnehmung von Sicherheit in der eigenen Nachbarschaft ist für viele Bürgerinnen und Bürger von zentraler Bedeutung. Hier sind einige Tipps:

  • Bewusstsein für ungebetene Gäste: Bei verdächtigen Personen in der Nähe sollte man sofort reagieren und gegebenenfalls die Polizei informieren.
  • Starke Nachbarschaft: Eine rege Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, kann Einbrecher abschrecken.
  • Technische Sicherheitsmaßnahmen: Alarmanlagen oder Videoüberwachung können zusätzliches Sicherheitsempfinden vermitteln.

Ein Blick auf die Zahlen kann helfen, sich der Realität bewusst zu werden. Nichtsdestotrotz bleibt zu hoffen, dass sich die Sicherheitslage in der Stadt stabilisiert und solche Vorfälle wie der Überfall in Hernals künftig weniger häufig vorkommen.