In Floridsdorf sorgt die Firma „Franz Just und Söhne“, die seit über 50 Jahren Stempel und Schilder produziert, für Aufregung. Vor dem Firmensitz in der Koloniestraße bestand bis November 2025 eine Parkverbotszone, die jedoch ohne Vorwarnung aufgehoben wurde. Stattdessen wurden Parkplätze eingerichtet, was für Geschäftsführer Stefan Just zu einem Betriebschaos führte. Lieferanten und Mitarbeiter können nun nicht mehr gefahrlos an das Firmengelände zufahren, da das Tor lediglich 3,9 Meter hoch ist, was größere Lkws zwingt, in zweiter Spur zu halten.

Die Kennzeichnungen der Zone, einschließlich der Schilder und Pfosten, wurden entfernt. Just erfuhr vom Magistrat MA 46, dass die Firma laut Floridsdorfer Bezirksamt seit 20 Jahren nicht mehr existiere. Dies ist jedoch nicht der Fall, da das Unternehmen nach wie vor aktiv ist und auch als Paketshop fungiert. Markus Raab, der Leiter der MA 46, erläuterte, dass die neue Regelung eine Zustellzone darstellt, in der lediglich Tätigkeiten unter fünf Minuten erlaubt sind. Eine Rücksprache mit dem Unternehmen war nicht erforderlich, da die Zustellzone nicht einem bestimmten Betrieb zugeordnet wurde.

Verkehrssicherheit und Parkplatzmarkierungen

Die Aufhebung der Parkverbotszone geschah auf Wunsch der Anrainer, die sich über die fehlenden Parkplätze beschwert hatten. Just hat jedoch keine Beschwerden von Anrainern gehört, und seit der Aufhebung gab es bereits zwei Unfälle an der Kreuzung. Raab von der MA 46 gab an, dass die Verkehrsbehörde keine Unfälle an dieser Stelle gemeldet habe. Die ursprüngliche Parkverbotszone wurde eingerichtet, um die Verkehrssituation an einer nahegelegenen Kreuzung zu beruhigen. Nach vier Monaten scheint nun eine Lösung in Sicht, da MA 46 eine Vorabverhandlung plant, in der eine neue Ladezone verordnet werden könnte.

In solchen Fällen ist es wichtig, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Professionell gestaltete Parkflächen bieten nicht nur funktionale Vorteile, sondern verbessern auch die Übersicht und Sicherheit. Klare Abgrenzungen verringern das Risiko von Unfällen und Missverständnissen, besonders in stark frequentierten Bereichen wie Einkaufszentren oder Firmenparkplätzen. Effiziente Flächennutzung durch die Einhaltung von Parkplatzmarkierungs-Vorschriften maximiert die Stellplätze und erhöht die Fahrzeugkapazität, ohne zusätzlichen Raum zu beanspruchen. Dies ist besonders relevant in städtischen Gebieten wie Floridsdorf.

Rechtliche Grundlagen und Anforderungen

Die Anordnung und Ausgestaltung von Parkflächenmarkierungen unterliegt rechtlichen und technischen Vorgaben. Diese basieren unter anderem auf den Richtlinien für die Markierung von Straßen (RMS) und den Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR). Markierungen müssen gemäß § 45 StVO von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet werden. Zudem ist es notwendig, die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zu prüfen, um sicherzustellen, dass sie dem Allgemeinwohl dienen und die Verkehrssicherheit gewährleisten.

Insgesamt zeigt der Fall von „Franz Just und Söhne“, wie wichtig eine durchdachte Verkehrsplanung ist. Professionell gestaltete Parkplätze hinterlassen nicht nur einen positiven Eindruck bei Kunden und Besuchern, sondern tragen auch zur Sicherheit und Ordnung im Straßenverkehr bei. Die Rückkehr zu einer klaren und funktionalen Parkplatzregelung könnte daher nicht nur dem Unternehmen, sondern auch der gesamten Nachbarschaft zugutekommen.

Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in Floridsdorf, können Sie den Artikel auf Kurier nachlesen. Für Details zu Parkplatzmarkierungen und deren Vorschriften besuchen Sie bitte Markiba und STVO2GO.