Die Brünner Straße in Wien wird bald um einen neuen Radweg erweitert. Dies ist Teil eines kontinuierlichen Ausbaus der Radinfrastruktur in der Stadt, der darauf abzielt, die Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr zu erhöhen. Während die Situation der Radwege in Wien in der Vergangenheit oft als unzureichend kritisiert wurde, zeigen aktuelle Entwicklungen, dass sich die Lage allmählich verbessert. Besonders während der Sommersperren des öffentlichen Verkehrs wird das Radfahren in die Innenstadt als vorteilhaft angesehen, da es den Pendlern eine alternative und oftmals schnellere Möglichkeit bietet, ihre Ziele zu erreichen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in einem Artikel auf MeinBezirk.

Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Die gelbe Brücke, besser bekannt als Steinitzsteg, wird für vier Jahre aufgrund von Sanierungsarbeiten für Fuß- und Radverkehr gesperrt. Floridsdorfer Radfahrer warten daher auf ein Konzept für eine Verkehrsalternative während dieser Sperrung. Dies zeigt, dass trotz der Fortschritte im Radwegenetz auch Hindernisse überwunden werden müssen, um die Mobilität in der Stadt weiter zu verbessern.

Neuerungen und Ausbau der Radwege

Die Wiener Stadtverwaltung hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Im Jahr 2025 wurden 57 Millionen Euro in 55 Projekte sowie 24 Kilometer Radweg-Infrastruktur investiert. Für 2026 sind weitere 12,5 Kilometer neue Radwege geplant, was als eher bescheiden gilt, wenn man bedenkt, dass in den letzten fünf Jahren über 100 Kilometer neuer Radwege gebaut wurden. Die Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) hat betont, dass in diesem Jahr weniger neue Projekte realisiert werden, da der Fokus auf dem Schließen von Lücken im bestehenden Radwegenetz liegt. Geplante Projekte umfassen dabei auch Lückenschlüsse in verschiedenen Stadtteilen, darunter die Brünner Straße, die nun einen neuen Radweg erhält.

Ein Blick auf die neu geplanten Radwege zeigt, dass viele Straßen in Wien nun mit Zwei-Richtungsradwegen ausgestattet werden, um die Sicherheit und den Komfort für Radfahrer zu erhöhen. Zu den bemerkenswerten neuen Radwegen gehören unter anderem die Freda-Meissner-Blau-Promenade und die Dominikanerbastei. In den Bezirken 10, 11 und 12 werden zahlreiche weitere Radwege eingerichtet, die eine bessere Anbindung und Sicherheit für Radfahrer bieten. Diese Informationen stammen aus der umfassenden Radweg-Offensive für 2025, die auf FahrradWien detailliert beschrieben wird.

Ausblick und Herausforderungen

Die Forderung nach einem ambitionierteren Ausbau des Radwegenetzes wird von der Wiener Radlobby lautstark unterstützt. Die finanzielle Situation der Stadt beeinflusst jedoch stark die Umsetzbarkeit neuer Projekte. Um Kosten zu sparen, wird die Bauweise der neuen Radwege geändert, sodass Gehsteigkanten nicht mehr erhöht werden. Dies könnte in der Zukunft zu einer schnelleren Umsetzung der Radwegprojekte führen, auch wenn die geplanten 12,5 Kilometer für 2026 als wenig angesehen werden.

In den kommenden Jahren wird der Bau des neuen Ringradwegs in Wien präsentiert, und es wird erwartet, dass ab Mai 2026 kamerabasierte automatische Zufahrtskontrollen in der Stadt eingeführt werden. Diese sollen helfen, den Verkehr aus der Inneren Stadt zu verbannen und die Sicherheit für Radfahrer weiter zu erhöhen. Der Radverkehr in Wien steht also vor spannenden, aber auch herausfordernden Zeiten.