Die Modernisierung der S-Bahn-Infrastruktur in Wien ist in vollem Gange, und die ÖBB sowie die Wiener Linien setzen ihre umfassende Modernisierungsoffensive fort. Am 12. Februar 2026 wurde bekannt gegeben, dass die Bauarbeiten für die S-Bahn und das Straßenbahnnetz nun in mehreren Phasen durchgeführt werden, um den wachsenden Anforderungen an den öffentlichen Verkehr gerecht zu werden. Ziel dieser Initiative ist es, längere und modernere Züge anzubieten sowie insgesamt das Verkehrsangebot zu verbessern.
Die ersten Maßnahmen beginnen bereits im Herbst 2023 und werden bis Dezember 2027 andauern. Während dieser Zeit sind mehrere Sperren und Bauphasen geplant, die unter anderem die Sommersperre zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf vom 4. Juli bis 6. September 2026 umfassen. Die Hauptsperre zwischen Wien Hauptbahnhof und Wien Praterstern wird vom 7. September 2026 bis Ende Oktober 2027 stattfinden. In dieser Zeit ist mit zusätzlichen Sperren auf den nördlichen Anschlussstrecken im August 2026 zu rechnen.
Umfangreiche Verbesserungen der Infrastruktur
Die Wiener Linien werden während der Arbeiten auch 12,5 Kilometer Straßenbahngleise erneuern und Instandhaltungsarbeiten im U-Bahn-Netz durchführen. Um den Fahrgästen die bestmögliche Unterstützung zu bieten, wurde ein Ersatzkonzept in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Institut für Raumplanung erarbeitet. Die Informationskampagne zur Aufklärung über die Einschränkungen und Alternativen wird durch die Verteilung von Informationsfoldern an größeren Bahnhöfen, Plakate, Monitoranzeigen und Lautsprecherdurchsagen in der Ostregion ergänzt. Auch Inserate in reichweitenstarken Medien und sozialen Medien sind Teil der Strategie, um die Fahrgäste umfassend zu informieren.
Die Bauarbeiten, die im Abschnitt Wien Leopoldau bis Wien Floridsdorf sowie in Wien Handelskai, Wien Traisengasse und Wien Praterstern Nordkopf vorbereitet werden, dauern bis Sommer 2025. Zudem ist die erste Phase der Inbetriebnahme des digitalen Zugsicherungssystems ETCS im nördlichen Bereich für den Sommer 2026 geplant. Im Zeitraum zwischen Juli und August 2024, 2025 und 2026 werden im genannten Abschnitt zwischen Wien Floridsdorf und Wien Praterstern keine Züge fahren. Dies ist Teil eines größeren Plans, um die Bahn- und Straßeninfrastruktur in der Region zu modernisieren.
Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur
Die Bedeutung dieser umfassenden Modernisierungsmaßnahmen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, insbesondere wenn man die aktuelle Situation in Deutschland betrachtet. Bürger in Deutschland haben einen Anspruch auf funktionierende öffentliche Infrastruktur, und die Bundesregierung plant massive Investitionen in Verkehrsadern wie Straßen, Brücken und Bahnen. Bis 2029 sind Rekordinvestitionen in Höhe von 169 Milliarden Euro vorgesehen, wobei 2026 über 33 Milliarden Euro für Schienen, Straßen und Wasserwege bereitgestellt werden sollen. Dies stellt einen Anstieg von über 25 Prozent im Vergleich zu 2024 dar.
In diesem Kontext ist es wichtig, die Effizienzsteigerung im Bahnverkehr durch neue Technologien wie ETCS und digitale Stellwerke hervorzuheben. Die Bundesregierung verfolgt zudem das Ziel, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, um den Ausbau der Infrastruktur unbürokratisch zu gestalten. Hierbei wird der Grundsatz „Erhalt vor Neubau“ betont, um die vorhandene Infrastruktur nachhaltig zu modernisieren und auszubauen.
Die Arbeiten in Wien sind also Teil eines größeren Trends, der auf eine zeitgemäße und effiziente Mobilität abzielt. Durch die fortlaufenden Investitionen und die gezielte Modernisierung der Infrastruktur wird nicht nur die Qualität des öffentlichen Verkehrs verbessert, sondern auch ein umweltfreundlicheres Mobilitätskonzept gefördert.
Für interessierte Fahrgäste und Pendler werden detaillierte Informationen zu den Streckensperren und Ersatzverkehren rechtzeitig vor der nächsten Sommersperre 2026 veröffentlicht. Weitere Informationen finden Sie in den offiziellen Mitteilungen der ÖBB und Wiener Linien, wie etwa auf presse-oebb.at und s-bahn.wien.