Am Montagnachmittag kam es in einem Gemeindebau in Floridsdorf, Wien, zu einer dramatischen „Verpuffung“. Ein 60-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt, als die Explosion gegen 16:15 Uhr in einer Wohnung im dritten Stock stattfand. Er erlitt schwere Verbrennungen und musste notfallmedizinisch versorgt werden, befindet sich aber glücklicherweise nicht in Lebensgefahr. Der verletzte Mann wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht. Die Explosion hinterließ erheblichen Schaden in der Wohnung, wobei Fenster zerstört und Wände beschädigt wurden. Zur Sicherheit wurden die Energieversorgungsleitungen sowie das Wasser im gesamten Gemeindebau abgedreht.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren rasch vor Ort und waren bis etwa 18 Uhr im Einsatz. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge und 24 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz, um die Lage zu stabilisieren. Darüber hinaus wurden 20 weitere Personen vor Ort von der Rettung kontrolliert, die jedoch nicht ins Krankenhaus mussten. Laut Polizei besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, und es liegen keine Hinweise auf eine Gefährdung weiterer Personen vor. Die genaue Ursache der Explosion bleibt jedoch unklar und wird derzeit vom Landeskriminalamt Wien untersucht. Weitere Informationen sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Für aktuelle Berichterstattung siehe auch ORF Wien.
Schutzmaßnahmen und Sicherheitshinweise
Explosionen in Wohngebäuden sind glücklicherweise selten, jedoch ist es wichtig, sich über geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren. Gebäude in Deutschland, wie auch in Österreich, haben in der Regel eine solide Bausubstanz. Innenliegende Räume, die wenige Außenwände und keine Fenster haben, bieten den besten Schutz. Geeignete Schutzräume sind beispielsweise fensterlose Kellerräume, Treppenhäuser, Bäder und Flure. Besonders in Dachgeschossen, die wenig Schutz bieten, sollte man sich im Falle einer Explosion fernhalten.
In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Museen, Tiefgaragen und U-Bahn-Stationen finden sich ebenfalls Schutzräume. Es ist ratsam, einen Abstand zu offenen Eingängen, Fenstern und Türen zu halten. Die Regel der „2 Wände“ besagt, dass zwei Wände zwischen Ihnen und dem Außenbereich besseren Schutz bieten. Nach dem Kalten Krieg wurde der Bau öffentlicher Schutzräume 2007 eingestellt, jedoch prüfen Bund und Länder derzeit die Wiederinbetriebnahme von Schutzräumen. Auch ein digitales Verzeichnis für Zufluchtsorte wird geplant, um die Bevölkerung besser zu informieren.
Im Fall eines explosiven Ereignisses ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und den Eigenschutz zu priorisieren. Die Warn-App NINA informiert über aktuelle Gefahrenlagen und gibt Verhaltenshinweise. Bei Explosionen sollten Sie die Gefahrenzone sofort verlassen und Abstand zu beschädigten Gebäuden halten. Achten Sie auch auf zusätzliche Gefahren wie elektrische Leitungen oder Gasgeruch. Bei Bränden nach einer Explosion sollte der Notruf 112 gewählt werden, und verqualmte Räume sollten gemieden werden. Mehr Informationen zu Schutzmöglichkeiten finden Sie auch auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen schnell Klarheit über die Ursachen dieser Explosion bringen und dass sich der verletzte Mann bald erholt.