Wien erlebte am Samstag ein spektakuläres Derby, das für die Austria ein ganz besonderes Ende nahm. Der 3:1-Sieg über Rapid Wien, erzielt im 347. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen, hat nicht nur für große Freude bei den Austria-Fans gesorgt, sondern auch den Abstand in der Tabelle auf vier Punkte verkürzt. Aleks Dragovic, der Kapitän der Austria, äußerte sich stolz über den entscheidenden Triumph, welcher das erste Derby ohne Auswärtsfans war und der Mannschaft einen zusätzlichen Schub gab.

Die Spieler zeigten eine kämpferisch starke Leistung, selbst in Unterzahl. Rapid unter Trainer Peter Stöger musste dies als erste Niederlage hinnehmen, was die Enttäuschung umso größer machte. „Das war nicht unser Tag. Die Defensive hat nicht funktioniert“, fasste Stöger die Probleme seiner Mannschaft nach dem Spiel zusammen. Trotz seiner Erfahrung, Meistertitel sowohl als Spieler als auch als Trainer gewonnen zu haben, kann das Resultat nicht zufriedenstellen.

Feierlichkeiten nach dem Sieg

Nach dem Schlusspfiff wurde in der Kabine und im Mannschaftsbus ausgiebig gefeiert. Auf Social Media fanden sich zahlreiche Bilder von diesen Feierlichkeiten, die die Freude der Spieler eindrucksvoll widerspiegelten. Die Fans, die die Ankunft des Mannschaftsbusses mit einem feurigen Empfang und Pyrotechnik begleiteten, zeigten einmal mehr, wie wichtig dieses Derby für die Anhänger beider Teams ist. Die Atmosphäre war einmal mehr elektrisierend.

Stöger selbst betonte in einem Interview die Bedeutung des Derbys und verglich es mit den großen deutschen Derbys. „Es ist ein Ereignis für die gesamte Stadt Wien“, unterstrich er. In der bisherigen Bilanz hat Rapid von neun Begegnungen fünf Derbys gegen die Austria gewonnen, aber dieser Tag gehörte eindeutig den Veilchen.

Peter Stögers Rückblick und Ausblick

Für Peter Stöger sind Derby-Wochen stets etwas Besonderes, auch wenn die Aufregung nicht mehr die gleiche ist wie zu Beginn seiner Karriere. Er hat in der Vergangenheit einige erinnerungswürdige Spiele gegen die Austria erlebt und konnte dabei auch selbst zwei Tore erzielen. Trotz der heftigen Rivalität bleibt Stöger auf eine positive Art mit beiden Vereinen verbunden und denkt, die Erinnerungen an Derbys bleiben länger im Kopf als die Trikots, die er häufig verschenkt hat.

Doch dieser Sieg wird auch für die Austria in die Geschichtsbücher eingehen und den Druck auf Rapid erhöhen. Mit Blick auf die kommende Saison wollen sowohl die Austria als auch Rapid Titel gewinnen, und Stöger sieht sein Engagement bei Rapid als Gelegenheit, diesen Wunsch in Erfüllung zu bringen. „Ich hoffe, wir können bald wieder Titel feiern, ähnlich wie es Josef Hickersberger geschafft hat“, so das Credo des Trainers.

Die Fans können sich auf weitere spannende Begegnungen freuen, während die Spieler beider Clubs alles daransetzen werden, die nächsten Derbys wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.