Heute ist der 15.02.2026, und ein Verkehrsunfall in Wien-Donaustadt hat die Öffentlichkeit auf die Gefahren von Müdigkeit beim Fahren aufmerksam gemacht. Am 15. Februar kam es zu einem Vorfall mit einem Reisebus, bei dem der Lenker aufgrund von Sekundenschlaf die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Der Bus schlitterte über den Pannenstreifen und geriet auf einer Böschung in Schieflage, was zu leichten Verletzungen bei drei Insassen führte. Diese Verletzungen traten infolge abrupten Rumpelns und der Fahrbewegungen auf. Eine 29-jährige Frau musste notfallmedizinisch versorgt werden und wurde anschließend in häusliche Pflege entlassen. Der Sachschaden am Bus ist erheblich, unter anderem wurde die vordere Außenschwenktür abgerissen. Der 50-jährige Buschauffeur, der aufgrund von Ermüdung ein Fahrverbot erhielt und vorläufig seinen Führerschein abgeben musste, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt. Die Ermittlungen wurden vom Verkehrsunfallkommando übernommen (Quelle).
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf das ernste Problem des Sekundenschlafs, das vor allem Berufskraftfahrer und Urlauber auf langen Reisen betrifft. Müdigkeit beim Fahren ist nicht zu unterschätzen; sie kann ähnliche Gefahren wie das Fahren unter Drogeneinfluss mit sich bringen. Anzeichen von Müdigkeit sind unter anderem schwere oder brennende Augenlider, häufiges Gähnen und mehrmaliges Aufschrecken. Sekundenschlaf kann in gefährlichen Situationen auftreten und beispielsweise dazu führen, dass Autofahrer von der Straße abkommen oder in den Gegenverkehr driften. Statistiken zeigen, dass jeder vierte tödliche Unfall durch Sekundenschlaf ausgelöst wird (Quelle).
Ursachen und Prävention von Sekundenschlaf
Es gibt viele Ursachen für Sekundenschlaf, darunter lange Fahrten ohne Pausen, Krankheiten, Alkohol und Schlafdefizit. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) warnt, dass viele Fahrer die Anzeichen von Müdigkeit ignorieren und oft nicht erkennen, wenn sie im Sekundenschlaf sind. Bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h kann ein fünfsekündiges Einnicken bereits eine Strecke von 120 Metern blind zurücklegen, was gravierende Folgen haben kann. Daher ist es wichtig, bei Anzeichen von Müdigkeit sofort eine Pause einzulegen oder eine kurze Erholung einzulegen, um die Aufmerksamkeit wiederherzustellen. Koffein kann diesen Effekt zudem verstärken.
Um Unfälle durch Sekundenschlaf zu vermeiden, sind regelmäßige Pausen und ein ausgeruhter Zustand vor Fahrten von großer Bedeutung. Moderne Fahrzeuge sind mittlerweile mit Warnsystemen ausgestattet, die Fahrer auf Müdigkeit hinweisen. Seit 2022 sind solche Systeme in der EU sogar Pflicht für neue Fahrzeug-Typgenehmigungen. Auch Notbrems- und Spurhalteassistenten können helfen, Unfälle zu verhindern. In der EU wird empfohlen, dass ab 2024 alle neuen Fahrzeuge mit Aufmerksamkeits- und Müdigkeitswarnsystemen ausgestattet sein müssen (Quelle).
Die rechtlichen Konsequenzen von Sekundenschlaf
Die rechtlichen Folgen eines Unfalls, der durch Sekundenschlaf verursacht wurde, können schwerwiegend sein. Der § 315c StGB besagt, dass Fahren trotz Unfähigkeit mit Geld- oder sogar Freiheitsstrafen geahndet werden kann. Bei Unfällen kann auch Fahrlässigkeit vorliegen, was zu weiteren rechtlichen Konsequenzen führen kann. Es ist daher von größter Wichtigkeit, die eigene Müdigkeit ernst zu nehmen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
In Anbetracht der ernsthaften Gefahren, die von Müdigkeit und Sekundenschlaf ausgehen, ist es entscheidend, präventive Maßnahmen zu ergreifen und das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. Unfälle durch Sekundenschlaf sind vermeidbar, wenn Fahrer Verantwortung übernehmen und auf ihre eigenen Grenzen achten.