Am 2. Februar 2026 verschwand eine 87-jährige Frau mit Demenz in Wien. Der Sohn der Vermissten bemerkte das Fehlen seiner Mutter und alarmierte die Polizei gegen 3:45 Uhr, nachdem sie um 23 Uhr die Wohnung verlassen hatte. Daraufhin startete die Polizei eine großangelegte Suchaktion, die mehrere Streifenwagen umfasste. Zur Unterstützung wurde eine Polizeidiensthundeführerin mit ihrem Spürhund „Loris vom Heustadlwasser“ hinzugezogen.

Der Spürhund nahm mit einem persönlichen Gegenstand der Vermissten die Fährte auf und führte die Einsatzkräfte rund drei Kilometer durch das Stadtgebiet. Glücklicherweise entdeckte „Loris“ die orientierungslose Frau schließlich auf einem Weg. Sie wurde wohlauf gefunden und sicher in ihre Wohnung zurückgebracht. Ihr Sohn war sichtlich erleichtert und äußerst dankbar, insbesondere gegenüber dem Spürhund „Loris“ für dessen hervorragende Arbeit.

Der Einsatz von Polizeihunden

Der Vorfall in Wien zeigt eindrucksvoll, wie wichtig der Einsatz von speziell ausgebildeten Polizeihunden in solchen Situationen ist. Ein Polizeihund hat nicht nur die abgängige Demenzkranke gefunden, sondern auch dazu beigetragen, dass sie schnell und sicher zurückgebracht werden konnte. Solche Einsätze sind nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch eine Frage des Mitgefühls und der menschlichen Fürsorge.

Demenzkranke Menschen stellen oft eine besondere Herausforderung für ihre Angehörigen dar. Sie verlieren häufig die räumliche Orientierung und können sich in neuen Umgebungen, wie etwa in Seniorenheimen, noch mehr verwirren. In Deutschland sind schätzungsweise 25.000 Menschen im Saarland an Demenz erkrankt. Über 85 Prozent dieser Patienten werden von Angehörigen betreut, was nicht nur eine emotionale, sondern auch eine logistische Herausforderung darstellt.

Präventionsmaßnahmen und Technologien

Um Demenzkranke zu schützen, haben sich in den letzten Jahren GPS-Tracker für Senioren verbreitet. Diese Tracker, die als Anhänger oder Uhren getragen werden können, ermöglichen die Ortung von Patienten und können Angehörige alarmieren, wenn der Patient einen bestimmten Bereich verlässt. Dies könnte in einem ähnlichen Fall wie dem der 87-jährigen Frau in Wien von großem Nutzen sein.

Es ist wichtig, dass die Gesellschaft sensibilisiert wird, wie man mit orientierungslos wirkenden älteren Menschen umgeht. Freundliches Ansprechen und das Angebot von Hilfe können oft einen großen Unterschied machen. Sollte klar sein, dass die Person alleine unterwegs ist, sollte umgehend die Polizei informiert werden, um schnellstmöglich Unterstützung zu leisten.