Am Dienstagnachmittag, dem 11. Februar 2026, ereignete sich in Wien-Penzing ein Überfall auf eine Trafik. Der unbekannte Täter bedrohte die 25-jährige Mitarbeiterin mit einem Messer und forderte Bargeld. Mit einer Beute in unbekannter Höhe entkam der Räuber, der vermutlich mit einem E-Roller flüchtete. Die Tat fand gegen 17.30 Uhr nahe dem Flötzersteig statt. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung blieben die Polizisten erfolglos. Glücklicherweise wurde bei dem Überfall niemand verletzt (Kurier).
Die Beschreibung des Täters ist eindeutig: Er trug eine schwarze Winterjacke, eine schwarze Haube mit weißen Applikationen, dunkle Hose und schwarze Schuhe. Das Landeskriminalamt Wien, speziell der Ermittlungsbereich Raub, hat die Ermittlungen übernommen, um den Täter schnellstmöglich zu fassen. Wenige Stunden später, am selben Tag, wurde ein weiterer versuchter Raubüberfall in einem Supermarkt in Wien-Döbling gemeldet. Dort bedrohte ein 16-Jähriger eine Mitarbeiterin ebenfalls mit einem Messer, flüchtete jedoch ohne Beute, als eine weitere Angestellte hinzukam. Polizisten konnten den 16-Jährigen in einer nahen Sozialunterkunft festnehmen und das verwendete Küchenmesser in der Gemeinschaftsküche sicherstellen (Vienna.at).
Kriminalstatistik und Sicherheitslage
Die Vorfälle in Wien spiegeln ein größeres Problem wider, das in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) dokumentiert ist. Diese Statistik erfasst die Entwicklung des kriminellen Geschehens in Österreich und ist ein wichtiges Instrument für die strategische Planung der Polizei. Seit 2001 werden alle angezeigten Fälle elektronisch registriert, was eine umfassende Analyse der Kriminalität ermöglicht. Die PKS unterstützt sowohl präventive als auch repressive Maßnahmen im Kampf gegen die Kriminalität, wobei sie jedoch nur die Fälle erfasst, die der Polizei angezeigt und an das Gericht übermittelt wurden. Dunkelfeld-Zahlen, also nicht angezeigte Straftaten, bleiben unberücksichtigt (Bundeskriminalamt).
Die Sicherheitsberichte, die jährlich erstellt werden, bieten detaillierte Informationen über die PKS und die kriminalpolitischen Entwicklungen. Die letzte Aktualisierung der Daten fand am 19. September 2025 statt. Faktoren wie das Anzeigeverhalten der Bevölkerung und die Intensität polizeilicher Kontrollen haben Einfluss auf die Zahlen der PKS. In einer Zeit, in der Überfälle und Raubüberfälle an der Tagesordnung sind, bleibt es entscheidend, das Verständnis für die Sicherheitslage in Wien und darüber hinaus zu schärfen.