Am 20. Januar 2026 wurde die 87-Jährige Maria Müller im Seniorenheim „Park Residenz“ in Döbling leblos aufgefunden. Mitarbeiter des Heims hatten Nachschau gehalten, da sie beim Frühstück und Mittagessen fehlte. Bei der anschließenden Obduktion wurden mehrere Hämatome, Kratzer, ein abgebrochener Fingernagel, ein Bruch des Schildknorpelhornes sowie vier Rippenbrüche festgestellt. Blutspuren wurden sowohl am Polster als auch auf der Bettdecke gefunden. Die Polizei geht von einem Mord aus, und ein 61-Jähriger, der als tatverdächtig gilt, wurde zehn Tage nach der Tat festgenommen.
Der Verdächtige zeigte sich während der Ermittlungen nicht geständig. Es wurden DNA-Spuren von ihm am Tatort sichergestellt, was die Polizei in ihrer Auffassung bestärkt, dass die Tat „restlos geklärt“ ist. Der Verdächtige könnte mit einer Haftstrafe von zehn bis 20 Jahren oder sogar lebenslang rechnen. Zuvor war er bereits polizeibekannt und hatte 2020 eine andere Bewohnerin des Heims um Vermögenswerte gebracht. Auch gab er an, sich beim Opfer entschuldigen zu wollen, obwohl Maria Müller bereits seit Jahren tot ist. Gegen ihn wurde U-Haft verhängt, und ein Gutachten zur Zurechnungsfähigkeit sowie Gefährlichkeit des Verdächtigen wurde beantragt. Bemerkenswert ist, dass er in Österreich nicht angemeldet war, offiziell nicht gearbeitet hat und seinen Lebensunterhalt von Betrugshandlungen bestritt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und die Polizei bleibt an dem Fall dran (Quelle).
Die Situation älterer Menschen in der Gesellschaft
Die Vorfälle, die sich im „Park Residenz“ ereigneten, werfen ein Licht auf die zunehmenden Herausforderungen, vor denen ältere Menschen in unserer Gesellschaft stehen. Ältere Menschen gelten als besonders verletzlich und sind oft Opfer von Kriminalität. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt mit dem Alter ab, was sie anfälliger für Straftaten macht. Die Folgen der Viktimisierung können für diese Gruppe gravierender sein als für jüngere Menschen. Die demografische Entwicklung zeigt, dass der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung wächst, was auch bedeutet, dass die Anzahl der Straftaten, die von älteren Menschen begangen werden, voraussichtlich ansteigt. Daher ist es unerlässlich, spezifische Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört die Einbeziehung geeigneter Akteure und Kooperationspartner, um den Schutz älterer Menschen zu verbessern (Quelle, Quelle).
Um das Sicherheitsgefühl älterer Menschen zu stärken, können „Guardian-Ansätze“ eine effektive Maßnahme sein. Geschulte Bankangestellte oder Nachbarn könnten als „capable guardians“ fungieren, die in der Lage sind, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und einzuschreiten. Auch die sozialräumliche Perspektive kann zur Vorbeugung von Viktimisierung beitragen. Es ist wichtig, Ressourcen im sozialen Umfeld zu mobilisieren, um das Sicherheitsempfinden älterer Menschen positiv zu beeinflussen. Partizipative Ansätze, die ältere Menschen aktiv einbeziehen, können ebenfalls zu einem besseren Schutz und einem erhöhten Sicherheitsgefühl beitragen.
Die tragische Geschichte von Maria Müller im Seniorenheim zeigt uns, wie wichtig es ist, die Sicherheit älterer Menschen ernst zu nehmen und Maßnahmen zu ergreifen, um sie vor kriminellen Übergriffen zu schützen. Die Gesellschaft muss sich verstärkt mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen, um eine sichere Umgebung für alle Generationen zu schaffen.