In einem schockierenden Mordfall, der die Wiener Bevölkerung erschüttert hat, wurde eine 87-jährige Pensionistin in einem Seniorenheim in Döbling tot aufgefunden. Der Vorfall ereignete sich am 20. Januar, als Friederika S. erstickt in ihrem Bett entdeckte wurde. Besonders gruselig ist, dass drei Ringe gewaltsam in ihren Hals gesteckt wurden. Der Tatverdächtige, ein 61-jähriger gebürtiger Türke namens Yilmaz C., befindet sich seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft und beteuert seine Unschuld. Er gibt an, zur Tatzeit im Seniorenheim gewesen zu sein, das Opfer jedoch nicht gekannt zu haben. Dennoch sprechen belastende DNA-Spuren gegen ihn, die sowohl an den Ringen als auch auf der Leiche der Seniorin gefunden wurden. Das Landeskriminalamt Wien führt die Ermittlungen weiter und plant eine Pressekonferenz, um die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge zu informieren. [Krone]
Zu den belastenden Beweisen gehören nicht nur die DNA-Spuren, sondern auch ein Gutachten, das den Verdächtigen erheblich belastet. Yilmaz C. wurde am Tag des Verbrechens mit einem Plastik-Blumenstrauß beim Betreten der Seniorenresidenz gesehen. Er behauptet, eine andere Person besucht zu haben und weist alle Vorwürfe zurück. Seine kriminelle Vorgeschichte ist ebenfalls alarmierend: Er hat mehrere Vorstrafen, darunter schwere gewerbsmäßige Betrugsdelikte, und leidet unter hohen Spielschulden. Zuletzt wurde er 2020 wegen Betrugs verurteilt, nachdem er einer älteren Frau 180.000 Euro entlockt hatte. [Österreich]
Ermittlungen und Beweise
Das DNA-Gutachten belastet Yilmaz C. nicht nur aufgrund seiner Spuren an den Ringen, sondern auch durch mehrere Mischspuren, die an der Leiche und im Zimmer sichergestellt wurden. Besonders aufschlussreich ist, dass Yilmaz C.s DNA auf bzw. unter einem Fingernagel des Opfers gefunden wurde, was auf einen Kampf hindeutet. Weitere DNA-Mischprofile wurden auf dem Bettdeckenbezug und am Kopfpolster der Seniorin gefunden. Diese Beweise deuten darauf hin, dass es vor dem tödlichen Angriff zu einem heftigen Gerangel gekommen sein könnte. Trotz dieser belastenden Indizien bleibt Yilmaz C. bei seiner Aussage, dass er nichts mit dem Tötungsdelikt zu tun hat. [Österreich]
Es gibt auch Hinweise darauf, dass Yilmaz C. möglicherweise einen persönlichen Kontakt zum Opfer hatte, da eine Verwandte seiner Lebensgefährtin in dem Seniorenheim lebt. Dies könnte erklären, warum er sich in der Einrichtung aufhielt. Seine Festnahme erfolgte vor mehr als zwei Wochen, und die Staatsanwaltschaft sieht aufgrund der Tatbegehungs-, Verdunkelungs- und Fluchtgefahr Anlass für die Untersuchungshaft. [Krone]
Kriminalität in Österreich
Der Mordfall in Döbling ist Teil eines größeren Kontextes der Kriminalität in Österreich. 2023 wurden rund 528.000 Straftaten angezeigt, was den höchsten Stand seit 2016 darstellt. Besonders auffällig ist, dass über ein Drittel dieser Delikte in Wien verübt wurden, was die Stadt zu einem Brennpunkt für Kriminalität macht. In der Bevölkerung gibt es ein wachsendes Misstrauen gegenüber Zuwanderern: Rund 70% der Österreicher glauben, dass Zuwanderer Kriminalitätsprobleme verschärfen. Dies könnte auch die Wahrnehmung des Mordfalls beeinflussen, insbesondere da Yilmaz C. ausländischer Herkunft ist. [Statista]
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich der Fall entwickeln wird. Das Prinzip der Unschuldsvermutung gilt auch für Yilmaz C., und die Ermittlungen des Landeskriminalamts werden weiterhin genau beobachtet. Die kommende Pressekonferenz wird sicherlich mehr Licht in diese tragische Angelegenheit bringen.