Heute ist der 13.03.2026 und in Döbling tut sich einiges, was die gastronomische Szene betrifft. Ein besonders spannendes Projekt ist das von Mike Lanner, der ab sofort wieder Bio-Fleischwürste an den Wiener Würstelständen in der Pfeilgasse 1 (Josefstadt) und an der U4-Station Spittelau anbietet. Nach einem zwei Monate dauernden Experiment, das mit dem „Veganuary“ begann, hat Lanner nun sein veganes Konzept überarbeitet. Die Kernidee bleibt, eine Vielzahl veganer Optionen anzubieten, dabei aber auch die Fleischliebhaber nicht zu vernachlässigen. So bleibt die vegane Currywurst dauerhaft auf der Karte, während das vegane Backhendl aus Austernpilzen sowie der Hotdog „Veganer Vogel“ in die Sommerpause gehen.
Neu im Angebot sind ein veganer Hotdog mit Krennmayo und Sauerkraut sowie Aufstrichbrote wie Grammelschmalz, Leberwurst und Pilzpaté. Lanners Entscheidung, mit Alexander Hafele, einem Koch aus dem Sternerestaurant Steirereck, zusammenzuarbeiten, zeigt, wie ernst es ihm mit der Qualität der Speisen ist. Die finanzielle Bilanz spricht für sich: In der Pfeilgasse wurde im Januar und Februar mehr Umsatz gemacht, und selbst in Spittelau, wo normalerweise im Winter geschlossen war, wurden keine Verluste verzeichnet. Das Trinkgeld war an beiden Standorten besser, was die Beliebtheit des neuen Angebots unterstreicht.
Ein neuer Ansatz für eine vielfältige Klientel
Besonders bemerkenswert ist, dass Lanner eine neue Zielgruppe anlocken konnte, darunter viele Frauen und FLINTA-Personen, die bewusst den Weg zu seinem Stand finden. Mit dem bevorstehenden feministisch ausgerichteten März-Angebot, das einen Gender-Pay-Gap-Rabatt von 11,6 % umfasst, zeigt er, dass sich sein Konzept nicht nur um Essen, sondern auch um soziale Gerechtigkeit dreht. Vom 26. bis 28. März wird ein dreitägiges Festival in Spittelau stattfinden, das Gesprächsrunden, Workshops und Livemusik bietet. Lanner bezeichnet seinen Stand stolz als die vegane Adresse unter den Würstelständen.
In der Welt der veganen Alternativen gibt es auch andere interessante Entwicklungen. Die vegane Fleischerei bietet eine breite Palette an veganen Wurstalternativen, die für verschiedene Anlässe wie Frühstück, Pizzabelag oder Snacks geeignet sind. Ihre Produktentwicklung ist aktiv und offen für Ideen von Kunden, um immer neue Kreationen zu erschaffen. Etwa 70 % des Sortiments wird in Handarbeit in Dresden hergestellt, während 30 % von verschiedenen Zulieferern stammen. Dies zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit mit führenden Herstellern für die Erweiterung des Angebots ist.
Ein Blick in die Zukunft der veganen Küche
Die aktuellen Trends im veganen Markt sind vielversprechend. Laut Vegconomist zeigt sich, dass die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen stetig wächst. Verbraucher suchen zunehmend nach Produkten, die nicht nur gut schmecken, sondern auch ethisch und nachhaltig sind. Dies bietet sowohl gastronomischen Betrieben als auch Herstellern von veganen Produkten eine hervorragende Gelegenheit, sich zu positionieren und zu wachsen.
Die Entwicklungen in Wien und darüber hinaus zeigen, dass die vegane Küche nicht nur eine Nische ist, sondern zunehmend im Mainstream angekommen ist. Mike Lanner und seine Würstelstände stehen exemplarisch für diesen Wandel, der sowohl Genuss als auch soziale Verantwortung in den Mittelpunkt stellt.





