In einem aufregenden kulturellen Ereignis feierte das neue Singspiel von Ernst Molden, „Döbling Burning“, am Donnerstag im Wiener Rabenhof Premiere. Der in Döbling geborene Molden, der 1967 das Licht der Welt erblickte, hat mit diesem Werk eine Hommage an die Atmosphäre seines Geburtsbezirks geschaffen. „Döbling Burning“ ist mehr als nur ein Theaterstück; es ist ein Totentanz, der die skurrilen Facetten des Lebens in Döbling einfängt und thematisch mit Wein, Bürgerlichkeit und Weinseligkeit spielt. Die Uraufführung hat das Publikum mit rockigen Klängen und einer fünfköpfigen Band begeistert, die live von Molden begleitet wird. Diese musikalische Komponente hebt sich deutlich von der traditionellen Wiener Musik ab, die man sonst oft in der Region hört. Mehr Informationen zur Premiere und dem Stück finden sich auf Puls24.
Das Stück zeigt fünf Schauspieler, deren skurrile Figuren keine klare Handlung verfolgen. Unter ihnen ist Ursula Strauss zu sehen, die eine reiche Fabrikantin spielt, die sich weigert, ihr Vermögen der Kirche, sondern lieber ihrem Enkel zu vererben. Gerald Votava schlüpft in die Rolle eines Monsignore, der der Fabrikantin dabei helfen möchte, ihre Besitztümer loszuwerden. Christoph Krutzler spielt einen dämonischen Weinbauer, während Alina Schaller eine untote Figur verkörpert. Die Kulisse für dieses faszinierende Schauspiel wurde von Dominique Wiesbauer gestaltet und die Regie führt Thomas Gratzer.
Ein Blick auf die kulturellen Wurzeln
Döbling, als der 19. Bezirk Wiens bekannt, gilt als letzte Bastion der altösterreichischen Bourgeoisie. In Moldens Werk wird diese kulturelle Eigenheit durch verschiedene Charaktere und ihre Verstrickungen in die lokale Gesellschaft sichtbar. Besonders der Charakter Otto Meyer-Sudelfeld, ein gescheiterter Performancekünstler und Nachkomme einer Gummifabrikanten-Dynastie, spiegelt die Katerstimmung nach dem Neustifter Kirtag wider und wird von den anderen Charakteren gedrängt, sich wie ein „anständiger Döblinger“ zu benehmen.
Die Themen des Stücks sind tief in der Wiener Tradition verwurzelt, wobei auch mystische Elemente wie die Heilige Agnes, ein echtes Döblinger Gespenst, Erwähnung finden. Diese Verknüpfung von lokalen Mythen und der urbanen Realität ist typisch für Moldens Schaffen, wo er oftmals aus der urbanen Mythenwelt Wiens schöpft.
Die nächste Aufführung und weitere Details
Die nächsten Vorstellungen von „Döbling Burning“ sind bereits für den 22. bis 24. Februar sowie am 7. und 8. März im Rabenhof Theater in Wien angesetzt. Die Tickets sind zum Preis von 36 Euro erhältlich. Das Singspiel wird vom Publikum mit Spannung erwartet und könnte als eine der bedeutendsten Produktionen in Moldens Karriere eingehen.
Ernst Molden ist nicht nur als Dichter und Liedermacher bekannt, sondern hat auch in der Vergangenheit zahlreiche bedeutende Produktionen wie „Häuserl am Oasch“, „Hafen Wien“ und „Mayerling“ realisiert. Seine Fähigkeit, lokale Geschichten mit einem modernen Twist zu erzählen, hat ihm eine treue Anhängerschaft eingebracht. Weitere Informationen über Moldens Kunst und seine Entwicklungen finden sich auf der Webseite des Rabenhof Theaters oder in seiner Wikipedia-Seite.