Heute ist der 10.03.2026 und wir blicken auf die spannenden Ergebnisse des Bürger:innenforums zum Hannovermarkt in Brigittenau. Die zahlreichen Anregungen und Vorschläge aus den Themengruppen zeigen das große Engagement der Teilnehmer:innen für die Verbesserung ihres Marktumfeldes. Besonders im Bereich Hygiene und Sauberkeit wurden viele konstruktive Ideen gesammelt. So wurde unter anderem die Sanierung der WC-Anlagen angeregt, sowie eine bessere Mülltrennung und die fachgerechte Entsorgung des Mülls auf Markt- und Grünflächen gefordert. Breitere Gänge und eine Reinigung der Marktstände von Graffiti sollen ebenfalls zur Verbesserung des Gesamteindrucks beitragen. Das Bewusstsein für Sauberkeit ist ein wichtiger Punkt, wobei die positiven Vorbilder wie der Schlingermarkt und das Engagement der Gebietsbetreuung Stadterneuerung hervorgehoben wurden.

Zusätzlich gab es zahlreiche Vorschläge zur Produktvielfalt. Die Teilnehmer:innen wünschen sich mehr regionale Produkte in Bio-Qualität und die Einrichtung eines Cafés, um den Hannovermarkt als Anziehungspunkt zu stärken. Ein Alleinstellungsmerkmal könnte helfen, Kundschaft aus anderen Bezirken anzulocken, ohne dabei das Preisniveau zu erhöhen. Der Hannovermarkt hat bereits schwer erhältliche Produkte im Angebot, was die Diskussion über seine Funktion als Nahversorger besonders spannend macht.

Verkehrsberuhigung und öffentliche Räume

Ein weiteres wichtiges Thema war der öffentliche Raum rund um den Markt. Hier wurden Herausforderungen wie die schnelle Befahrung der Othmargasse trotz Wohnstraßenkennzeichnung und die Lärmbelästigung durch nächtliche Zulieferungen thematisiert. Die Schwierigkeiten beim Erreichen des Marktes mit dem Rad und der starke Autoverkehr durch Lieferant:innen und Marktbesucher:innen wurden ebenfalls angesprochen. Vorschläge zur Verkehrsberuhigung, die Pflanzung von mehr Bäumen und die Nutzung der freien Fläche des Bauernmarktes unter der Woche könnten zur Verbesserung der Situation beitragen.

Die Ideen aus dem Bürger:innenforum dienen nun als Basis für weitere Schritte und neue Anträge in der Bezirksvertretung. Ein großes Dankeschön geht an alle Teilnehmer:innen für ihr Interesse, ihren Input und ihre konstruktiven Ideen für die Zukunft des Hannovermarkts. Die gesammelten Vorschläge werden nicht nur zur Verbesserung des Marktes beitragen, sondern auch einen positiven Einfluss auf die gesamte Nachbarschaft haben.

Abfallwirtschaft und Ressourcenschutz

Ein entscheidender Aspekt, der in den Diskussionen zur Sprache kam, ist das Thema Mülltrennung und Abfallwirtschaft. Die Abfallwirtschaft hat sich in Deutschland seit 1972 erheblich gewandelt, hin zu einer Kreislaufwirtschaft, die auf die Schonung natürlicher Ressourcen und eine umweltverträgliche Abfallbewirtschaftung abzielt. Die fünfstufige Abfallhierarchie, die von der Abfallvermeidung über Recycling bis hin zur Beseitigung reicht, spielt hier eine zentrale Rolle. Abfälle müssen getrennt gesammelt werden, um die stofflichen Potenziale zu nutzen und die Qualitätsanforderungen einzuhalten. Seit 2015 ist die getrennte Sammlung von Altpapier, Altglas, Kunststoffabfällen und Bioabfällen gesetzlich vorgeschrieben, was auch für Elektrogeräte und Altbatterien gilt (Quelle).

Das Netto-Abfallaufkommen in Deutschland beträgt jährlich etwa 350 Millionen Tonnen, wobei Bau- und Abbruchabfälle rund 60% des gesamten Abfallaufkommens ausmachen. Siedlungsabfälle machen etwa 14% und gefährliche Abfälle etwa 5% aus. Die Abfallwirtschaft in Deutschland ist technologisch hoch entwickelt, und das Umweltbundesamt (UBA) fördert hochwertige Entsorgungsverfahren und deren Weiterentwicklung. Die Produktverantwortung im Kreislaufwirtschaftsgesetz legt Verantwortlichkeiten entlang des Lebenszyklus von Produkten fest, was auch für den Hannovermarkt von Bedeutung ist.

Insgesamt bietet das Bürger:innenforum eine wertvolle Gelegenheit, um die Zukunft des Hannovermarkts aktiv zu gestalten und verschiedene Themen wie Sauberkeit, Produktvielfalt und Verkehrssituation zu adressieren. Die gesammelten Ideen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und lebenswerten Nachbarschaft.