Das Volkstheater Wien hat mit der Ehetherapie „State of the Union“ von Nick Hornby ein spannendes Stück auf die Bühne gebracht. Diese Inszenierung zeigt das Bemühen eines Paares, ihre Ehe nach einem Seitensprung der Frau zu retten. Die Aufführung, die über 100 Minuten dauert, wurde am Freitag im Haus der Begegnung Brigittenau uraufgeführt und wird bis zum 17. März in verschiedenen Bezirken Wiens aufgeführt. Das Leitungsteam unter Jan Philipp Gloger, zusammen mit Julia Engelmayer und Anja Sczilinski, bringt Hornbys Werk, das 2019 auch als TV-Serie erschien, frisch und ansprechend auf die Bühne. [Kleine Zeitung]
Die Inszenierung besteht aus zehn Szenen, die jeweils zehn Minuten dauern und in denen die Dialoge durch Pausen unterbrochen werden. In diesen Momenten geschieht „das Eigentliche“ – die inneren Konflikte und Emotionen der Protagonisten treten ans Licht. Louise, gespielt von Johanna Wokalek, und Tom, der als Modernisierungsverlierer dargestellt wird, stehen im Mittelpunkt dieser emotionalen Achterbahnfahrt. Themen wie Eifersucht, Untreue und der Verlust von Illusionen in der Beziehung werden eindrucksvoll thematisiert. Louise fragt sich beispielsweise: „Warum schlafen wir nicht mehr miteinander?“, während Tom mit seiner Eifersucht auf Louises Untreue kämpft. [Die Presse]
Ein Blick auf die Inszenierung
Die minimalistische Bühnengestaltung unterstützt die emotionale Tiefe des Stücks, während eine sorgfältig ausgewählte Playlist mit elf Songs die Stimmung unterstreicht. Wokalek zeigt in ihrer Rolle als Louise eine beeindruckende emotionale Bandbreite und bringt die komplexen Gefühle der Figur zum Leben. Die Inszenierung hat auch Ähnlichkeiten zu Arthur Schnitzlers „Reigen“ in ihrer Form, was einen interessanten kulturellen Kontext bietet.
Die nächsten Aufführungstermine in Wien sind zahlreich und bieten ein breites Spektrum an Möglichkeiten, dieses fesselnde Stück zu erleben. Die Tournee führt durch zahlreiche Veranstaltungsorte, darunter das VZ Döbling und das Theater Akzent, und endet am 17. März im VZ Floridsdorf. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine:
- 18. Februar, VZ Döbling
- 19. Februar, VHS Wiener Urania
- 22. Februar, Kulturgarage Seestadt
- 24. Februar, BZ Simmering
- 25. Februar, Theater Akzent
- 28. Februar, VZ Heiligenstadt
- 3. März, VZ PAHO
- 5. März, VZ Erlaa
- 7. März, Lorely-Saal
- 11. März, Theatersaal Längenfeldgasse
- 13. März, VZ Großjedlersdorf
- 14. März, VZ Rudolfsheim-Fünfhaus
- 16. März, VZ Praterstern
- 17. März, VZ Floridsdorf
Ein bedeutendes Ereignis für das Volkstheater
Diese Produktion stellt die erste Inszenierung eines Künstlerischen Direktors des Volkstheaters im Bezirk nach 15 Jahren dar und ist somit ein bedeutendes Ereignis für das Wiener Kulturleben. Der Zugang zu Presseinformationen und weiteren Inhalten wird über den Pressebereich des Volkstheaters ermöglicht, der Medienvertretern vielfältige Informationen bereitstellt. Die Inhalte sind kostenfrei nutzbar, jedoch nicht für kommerzielle Zwecke gedacht.
Insgesamt ist „State of the Union“ ein vielschichtiges Stück, das sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. Es spiegelt die Herausforderungen wider, die viele Paare in einer modernen Beziehung erleben, und bietet einen tiefen Einblick in die Komplexität menschlicher Emotionen.