In der Nacht auf Dienstag sorgte ein nächtlicher Polizeieinsatz im 20. Wiener Gemeindebezirk für Aufsehen. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie zwei Männer mutmaßlich unerlaubt Zugang zu einem Gebäude in der Burghardtgasse erlangten. Sofort alarmierte er die Polizei, die mit mehreren Einsatzkräften anrückte, da zunächst ein Einbruch vermutet wurde. Doch die Situation entwickelte sich schnell anders. Heute berichtet, dass während die Polizei das Gebäude von außen sicherte, plötzlich zwei Personen mit Stoffsäckchen in der Hand aus dem Gebäude kamen.
Kaum sahen die beiden Verdächtigen die Polizei, warfen sie ihre Säcke mit den mutmaßlich gestohlenen oder benutzten Spraydosen weg und flüchteten in unterschiedliche Richtungen. Während die Polizei einen der Männer verfolgte, ignorierte dieser die mehrfachen Aufforderungen, stehen zu bleiben, und sprang über einen Zaun. Im Zuge der Verfolgung musste die Polizei zur Abgabe eines Schreckschusses greifen, um den Flüchtenden zu stoppen und festzunehmen.
Die Sachlage und Ermittlungen
Bei der Durchsuchung des Gebäudes fanden die Beamten dann einen Rucksack voll mit Spraydosen. Und es blieb nicht dabei: Mehrere Straßenbahnzüge im Bezirk waren mit frischen Farbsprühereien verunstaltet. Der festgenommene Verdächtige, ein 20-jähriger Mann ukrainischer Staatsbürgerschaft, sieht sich nun der schweren Sachbeschädigung gegenüber, da es sich bei dem Vorfall nicht um einen Einbruch handelte, sondern um absichtliche Beschädigungen an öffentlichem Eigentum, wie Kurier berichtet.
Die Ermittlungen nach dem flüchtigen zweiten Verdächtigen laufen weiterhin auf Hochtouren. Die Beamten sind angespannt, denn es könnte sich auch um einen weiteren Täter handeln, der möglicherweise in ähnliche Delikte verwickelt ist. Gemeindebezirk Brigittenau ist durch diese Vorfälle betroffen und die Bewohner*innen fragen sich, wie es zu solchen Sachbeschädigungen kommen konnte.
Die genannten Vorfälle werfen nicht nur ein Schatten über die Nachtruhe der Anrainer, sondern stellen auch die Frage in den Raum, wie man künftig solchen Vandalismus verhindern kann. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und präventive Maßnahmen könnten hier der Schlüssel sein, um die Kunst der Sprühdose von ungewollten Graffitis zu unterscheiden.