In Wien gibt es derzeit zahlreiche Baustellen, die das Verkehrsgeschehen stark beeinflussen. Diese Baustellen werden kontinuierlich aktualisiert und von verschiedenen Institutionen koordiniert. Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen zeigt, dass sowohl Fußgänger als auch Autofahrer geduldig sein müssen, während die Stadt in die Infrastruktur investiert.
Der ÖAMTC hat eine umfassende Übersicht über die verkehrswirksamen Baustellen in der Stadt erstellt, die laufend aktualisiert wird. Zu den Hauptprojekten im 1. Bezirk zählt die Sperre des rechten Fahrstreifens auf der Lothringerstraße, die bis Ende 2027 dauert. Auch am U-Bahnbau an der Alser Straße/Universitätsstraße gibt es Einschränkungen und temporäre Sperren bis Ende 2026. Besonders auf der Alser Straße muss man mit geänderten Verkehrsführungen rechnen, etwa beim Rechtsabbiegen in die Landesgerichtsstraße.
Überblick über Baustellen in den Bezirken
- 2. Bezirk: In der Meiereistraße gibt es zeit- und abschnittsweise Sperren, die ab Herbst 2026 generell gelten (außer für Anrainer). Ab dem 31. Dezember 2025 wird die Stadionallee Richtung Handelskai gesperrt.
- 3. Bezirk: Auf der Schlachthausgasse kommt es bis zum 26. Oktober 2025 zu einer Sperre in Richtung Stadionbrücke.
- 9. Bezirk: Die Alserbachstraße ist vorübergehend gesperrt, verstärkt durch Fahrbahnverengungen.
- 10. Bezirk: Auch hier sind die Gutheil-Schoder-Gasse bis Ende 2025 und die Wienerbergstraße bis Ende Oktober 2025 betroffen.
- 15. Bezirk: Auf der Äußeren Mariahilfer Straße wird die Umgestaltung bis 2026 fortgesetzt.
- 20. Bezirk: Instandsetzungsarbeiten an der Brigittenauer Brücke sind seit Juli 2025 im Gange und sollen im Mai 2026 abgeschlossen sein.
- 23. Bezirk: Hier gibt es bis Ende Oktober 2025 ebenfalls Einschränkungen auf der Altmannsdorfer Straße.
Diese großen Bauvorhaben werden zentral koordiniert, um die Auswirkungen auf das Verkehrsnetz bestmöglich zu minimieren. Seit 2015 untersucht das Baustellenmanagement der Stadt Wien die Effekte der Bauaktivitäten auf das Verkehrssystem und integriert alle relevanten Dienste, darunter Wiener Linien, ASFINAG und die Polizei. Christian Zant, der Baustellenmanager, leitet die zentrale Koordination und sorgt für eine einheitliche Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren.
Die Herausforderungen, die mit diesen Baustellen einhergehen, sind nicht zu unterschätzen. Die regelmäßigen Treffen zwischen den Verantwortlichen sind entscheidend, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Innovative Verkehrsumlagerungsmodelle und permanente Risikoanalysen tragen dazu bei, dass sich alle Verkehrsteilnehmenden so komfortabel wie möglich durch die Stadt bewegen können.
Zusätzlich sind auch spezielle Apps in Planung, um die Verkehrssituation in Baustellengebieten transparenter zu gestalten. Und nicht vergessen: Für aktuelle Informationen steht die Infoline Straße und Verkehr (955 59) zur Verfügung – ein praktisches Hilfsmittel für alle, die ein gutes Händchen bei der Routenplanung haben möchten.
Der ÖAMTC und andere Autofahrerklubs bitten um Verständnis für die Unannehmlichkeiten, die diese Bauarbeiten mit sich bringen. Dennoch: Am Ende lohnt es sich, denn mit jeder Baumaßnahme schafft Wien ein Stückweit mehr Lebensqualität für alle.