Am Freitag war der Ansturm auf den Wiener Votivpark spürbar. Bei warmen Temperaturen strömten zahlreiche Menschen ins Freie, um den Sonnenschein nach einer bewölkten Woche zu genießen. Ein Leser hielt die fröhliche Stimmung in einem Video fest, das gut gelaunte Besucher zeigt, die sich im Park aufhielten. Viele Wiener breiteten ihre Picknick-Decken auf den Wiesen aus und genossen die wohltuenden Sonnenstrahlen. Der Votivpark, ein beliebter Treffpunkt in der Stadt, bietet den Erholungssuchenden eine willkommene Auszeit und es wird bereits eine noch höhere Besucherzahl an weiteren sonnigen Tagen erwartet. Weitere Details zu diesem Ansturm finden Sie in dem Artikel auf Heute.at.
Geschichte des Votivparks
Die Grünflächen rund um die Votivkirche im 9. Bezirk wurden bereits in den 1870er-Jahren nach dem Kirchenbau gestaltet. Im Jahr 1984 wurde diese Oase als „Votivpark“ benannt und zieht seither Erholungssuchende und Naturfreunde an. Ein größerer Umbau fand 1961 statt, als eine Tiefgarage und die Schottentor-Passage errichtet wurden. Ein besonderes Merkmal des Parks ist der EU-Baumkreis im angrenzenden Sigmund-Freud-Park, der am 25. März 1997 mit 15 Bäumen für die EU-Mitglieder eingeweiht wurde, anlässlich des 40. Jahrestages der Gründung der Europäischen Union. Der Tisch und die Sitzgelegenheiten, die 2004 im Rahmen der EU-Erweiterung hinzugefügt wurden, laden zum Verweilen und Dialog ein.
Die Bäume im Baumkreis repräsentieren die verschiedenen europäischen Länder und ihre jeweiligen Baumarten. So steht beispielsweise die Winterlinde für Österreich, während andere Länder wie Frankreich, Spanien und Dänemark ebenfalls mit charakteristischen Bäumen vertreten sind. 2022 wurde der Baumkreis um drei Bäume für Bulgarien, Kroatien und Rumänien erweitert.
Der Votivpark im Kontext Wiens
Der Votivpark ist nicht der einzige grüne Rückzugsort in Wien. Der Wiener Stadtpark, der sich vom Parkring im 1. Wiener Gemeindebezirk bis zum Heumarkt im 3. Bezirk erstreckt, ist ein weiterer beliebter Anziehungspunkt. Mit einer Fläche von 65.000 m² bietet er eine Vielzahl an Erholungsmöglichkeiten. Der Stadtpark wurde im Biedermeier als Unterhaltungsort konzipiert und ist bekannt für seine beeindruckende Gestaltung im Stil englischer Landschaftsparks. Er wurde 1862 eröffnet und war die zweite städtische Parkanlage Wiens.
Der Stadtpark beherbergt zahlreiche Denkmäler bekannter Persönlichkeiten der Musikgeschichte, darunter das Denkmal von Johann Strauss (Sohn), das 1921 enthüllt wurde. Auch die Bepflanzung des Stadtparks zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus, die einige Gehölze unter Naturschutz stellt. Jährlich findet im Stadtpark ein Genuss-Festival am Muttertags-Wochenende statt, das die Wiener und Besucher gleichermaßen erfreut.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Votivpark und der Stadtpark zwei der vielen grünen Juwelen Wiens sind, die den Bewohnern und Besuchern der Stadt unvergessliche Erlebnisse in der Natur bieten.