In Wien wird ab dem 20. Februar 2026 eine eindrucksvolle Ausstellung eröffnet, die sich mit den Herausforderungen und dem Überlebenskampf der Menschen in der Amazonasregion beschäftigt. Die Ausstellung „Alerta Amazônia! – when fabric speaks“ findet in der Votivkirche statt und ist bis zum 26. April 2024 zu sehen. Der Eintritt ist frei, was die Möglichkeit bietet, einen tiefen Einblick in die Thematik zu erhalten und die kunstvollen Arpilleras hautnah zu erleben.

Diese besonderen Wandteppiche, die aus Patchwork-Stickereien bestehen, stammen aus der Amazonasregion Brasiliens. Sie erzählen nicht nur Geschichten von Widerstand und Resilienz, sondern thematisieren auch die gravierenden Auswirkungen des Klimawandels, der Umweltzerstörung und der Ressourcenausbeutung auf die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung. Insbesondere die Perspektive betroffener Frauen wird in den Arpilleras deutlich, wobei die Werke ein eindringliches Zeugnis ihrer Erfahrungen und Hoffnungen darstellen.

Ein Projekt mit Bedeutung

Organisiert wird die Ausstellung vom Welthaus der Katholischen Aktion in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation MAB (Movimento dos Atingidos por Barragens). Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Climate Justice for the Amazon People“, das seit dem 1. April 2023 von horizont3000 und MAB umgesetzt wird. Durch die Finanzierung des Österreichischen Landwirtschaftsministeriums sowie weiterer Unterstützer sollen die Geschichten der Flussuferbevölkerung sichtbar gemacht werden, die unter enormen Dürren leidet, die durch illegale Brandrodung verschärft werden.

Besucherinnen und Besucher können an Führungen teilnehmen, die am 10. März um 18 Uhr für Schulklassen und Gruppen angeboten werden. Eine Anmeldung ist hierfür per E-Mail erforderlich. Für kleinere Gruppen organisiert Kristina Kroyer allgemeine Führungen. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr sowie Samstag von 11 bis 18 Uhr.

Globale Herausforderungen im Fokus

Die Arpilleras sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch ein kraftvolles Medium zur Thematisierung globaler Herausforderungen. Sie kritisieren den Kohlenstoffmarkt als falsche Lösung für die Klimakrise und beleuchten die Themen Abholzung, illegalen Holzeinschlag und die Veränderungen der traditionellen Lebensweise, die die Menschen in der Amazonasregion betreffen. Diese Wanderausstellung zeigt eindrücklich, wie Kunst zur Sensibilisierung für soziale und ökologische Anliegen eingesetzt werden kann.

In Zeiten, in denen der Klimawandel und seine Auswirkungen immer drängender werden, ist es wichtig, solche Projekte zu unterstützen und die Geschichten der Betroffenen zu hören. Die Ausstellung „Alerta Amazônia! – when fabric speaks“ bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und die Stimmen der Menschen im Amazonasgebiet zu hören. Wer mehr erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Webseite der Ausstellung hier und hier.