In Vorarlberg tut sich einiges im Bereich Mobilität. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,085 Milliarden Euro bis 2031 wird nicht nur der öffentliche Verkehr gestärkt, sondern auch die Straßeninfrastruktur modernisiert und innovative Verkehrssteuerungssysteme implementiert. Diese Maßnahmen wurden kürzlich von Mobilitätsminister Peter Hanke, Landeshauptmann Markus Wallner, ÖBB-CEO Andreas Matthä und ASFINAG-Vorstandsdirektor Hartwig Hufnagl im Rahmen eines Infrastrukturprogramms vorgestellt. Ziel dieser umfassenden Investitionen ist es, die Mobilität zu verbessern, die heimische Wirtschaft zu stärken sowie intelligente Lösungen für den Verkehr zu fördern. Vorarlberg, als Knotenpunkt im Dreiländereck zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz, spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Für das Jahr 2026 sind bereits 172 Millionen Euro für Infrastrukturprojekte eingeplant. Dabei investiert die Österreichische Bundesbahnen (ÖBB) allein 80 Millionen Euro, was bis 2030 insgesamt 530 Millionen Euro macht. Zu den geplanten Projekten zählen unter anderem die Modernisierung der Haltestelle Bregenz Hafen und die neue Haltestelle Feldkirch-Tosters, die ab Oktober 2026 in Betrieb gehen soll. Zudem wird die Osteinfahrt des Bahnhofs Bludenz zweigleisig ausgebaut und die Umbaupläne für den Bahnhof Götzis werden bei der Eisenbahnbehörde eingereicht.

Investitionen in Straßen und Lärmschutz

Die ASFINAG plant bis 2031 Investitionen in Höhe von rund 555 Millionen Euro in das Vorarlberger Autobahnnetz. Ein wichtiger Bestandteil dieses Projekts sind die Sanierungsarbeiten im Pfändertunnel, die ab März 2025 beginnen und eine Verkehrsfreigabe für Oktober 2026 zum Ziel haben. Zusätzlich werden über 28 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen entlang der A 14 bis 2031 bereitgestellt. Die Planung der S 18 Bodensee Schnellstraße befindet sich aktuell in einer intensiven Phase, mit einer erwarteten Bearbeitungsdauer von drei Jahren.

Die Investitionen haben nicht nur das Ziel, die Verkehrsbedingungen zu verbessern, sondern auch die regionale Wirtschaft zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. Ein weiterer bedeutender Aspekt ist die Container Cargo Terminal Wolfurt, die als zentrale Güterverkehrsdrehscheibe fungiert. Die technische Umsetzung für den ferngesteuerten Betrieb der Kräne soll ab 2026 erfolgen, was eine Kapazitätssteigerung um 76 % zur Folge haben wird.

Innovationen im öffentlichen Verkehr

Zusätzlich zu den bereits genannten Maßnahmen plant Vorarlberg die größte E-Bus-Flotte Österreichs mit rund 130 E-Bussen bis Ende des Jahres. Derzeit sind bereits etwa 30 E-Busse im Einsatz, und weitere 100 sollen in diesem Jahr in Betrieb genommen werden. Für die Umgestaltung der Bahnhaltestellen in Klaus und Wolfurt werden moderne, barrierefreie Mobilitätsdrehscheiben geschaffen. Diese Initiativen sind Teil der über 50 Millionen Euro, die das Land in Infrastruktur und Mobilität investiert.Source 3

Ein bemerkenswerter Erfolg ist die Fairtiq-App, die sich als beliebtes digitales Ticketverkaufsinstrument etabliert hat. Im vergangenen Jahr wurden über eine Million Fahrten mit Zug und Bus über die App getätigt, was einen Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zudem haben E-Busse seit ihrer Einführung vor fünf Jahren bereits rund 2,5 Millionen Kilometer zurückgelegt, was die Akzeptanz umweltfreundlicher Verkehrsmittel in Vorarlberg unterstreicht.

Insgesamt zeigt sich, dass Vorarlberg durch diese umfangreichen Investitionen und Innovationen auf dem Weg ist, eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilitätsstrategie zu entwickeln. Die Fortschritte in der Infrastruktur und im öffentlichen Verkehr sind nicht nur für die Region, sondern auch für die überregionalen Verbindungen von großer Bedeutung. Weitere Informationen finden Sie in den Berichten über das Mobilitätspaket und die Entwicklungen in Vorarlberg.Source 1 und Source 2