In Vorarlberg wird ein neuer Akzent auf nachhaltige Business Meetings gesetzt. Mit der Einführung des Business Meeting Fonds Vorarlberg 2026 soll die Entwicklung von Formaten gefördert werden, die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit berücksichtigen. Das Ziel dieses Fonds ist es, einen Mehrwert für Teilnehmende, Veranstaltende und den Standort zu schaffen. Dabei wird ein transparentes Bewertungssystem verwendet, das klare Wirkungsdimensionen definiert.

Die Förderkriterien sind klar umrissen: Veranstaltungen müssen zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2026 stattfinden und eine Mindestdauer von vier Stunden aufweisen. Zudem müssen sie in einer Venue in Vorarlberg durchgeführt werden und mindestens 60 Teilnehmende vor Ort haben. Zulässige Formate sind wissenschaftliche Konferenzen, Fachtagungen, Symposien und Firmenseminare, während Messen, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie parteipolitische Formate nicht gefördert werden.

Einreichung und Förderung

Die Einreichung der Veranstaltungen erfolgt über ein Online-Formular, wobei die Frist spätestens einen Monat vor Beginn der Veranstaltung liegt. Pro Unternehmen kann nur eine Veranstaltung pro Kalenderjahr kooperiert werden. Die Bewertung der umgesetzten Maßnahmen erfolgt nach Vorlage der vereinbarten Nachweise, und der Kooperationsbeitrag wird nach dieser Bewertung abgewickelt. Interessierte sollten beachten, dass die Kooperationen nach dem Prinzip „First come, first served“ umgesetzt werden, abhängig von den verfügbaren Mitteln. Das Team von Convention Partner Vorarlberg steht während des gesamten Prozesses zur Verfügung, um nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

Die Verantwortung für umweltfreundliche Veranstaltungen wird immer wichtiger. Wie aus verschiedenen Berichten hervorgeht, verursachen Messen, Kongresse und Events erhebliche Umweltbelastungen. Die Initiative für Green Events zielt darauf ab, den ökologischen Fußabdruck durch Abfallreduktion, Nutzung erneuerbarer Energien und Förderung von Inklusion und Fairness zu minimieren. Im Jahr 2023 gab es in Deutschland 2,15 Millionen Veranstaltungen, was einen Anstieg um 24,7% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Veranstaltungen umweltbewusster zu planen.

Nachhaltige Planung

Um die ökologischen Auswirkungen von Veranstaltungen zu verringern, gibt es zahlreiche Maßnahmen, die Veranstalter ergreifen können. Vor der Veranstaltung sollte geprüft werden, ob eine digitale Durchführung möglich ist, und der Veranstaltungsort sollte gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Informationen zu klimafreundlichen Anreisemöglichkeiten sollten bereitgestellt werden, und wo immer möglich, sollten digitale Materialien anstelle von Papier verwendet werden.

Während der Veranstaltung ist es ratsam, auf Tageslichtnutzung, Mülltrennung und energieeffiziente Geräte zu setzen. Auch nach der Veranstaltung kann durch getrennte Abfallentsorgung und die Weitergabe übrig gebliebener Lebensmittel an Foodsharing-Plattformen ein Beitrag zur Nachhaltigkeit geleistet werden.

Die Planung nachhaltiger Veranstaltungen ist nicht nur eine verantwortungsvolle Entscheidung, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung, um den eigenen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Die Initiative in Vorarlberg ist ein vielversprechendes Beispiel dafür, wie Veranstaltungen zukunftsfähig gestaltet werden können.