Die Verkehrssituation rund um den Pfändertunnel auf der Rheintal Autobahn (A14) bei Bregenz wird in den kommenden Monaten auf eine harte Probe gestellt. Grund sind umfangreiche Reinigungs- und Wartungsarbeiten, die zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit notwendig sind. Diese Arbeiten führen zu nächtlichen Sperrungen des Tunnels, die bis zum 20. Februar 2026 andauern werden. Besonders betroffen sind die Nächte vom 23. bis 27. Februar 2026, in denen der Tunnel jeweils von 20:00 bis 05:30 Uhr gesperrt ist. Der Verkehr wird dabei durch das Stadtgebiet von Bregenz umgeleitet, was möglicherweise zu zusätzlichen Staus führen könnte.
Der Pfändertunnel ist eine bedeutende West-Ost-Verbindung in Österreich. Er verbindet die Rheintal Autobahn A14 zwischen Lochau und Bregenz und hat eine Länge von etwa 6,7 km, aufgeteilt in zwei Röhren mit je zwei Fahrstreifen pro Richtung. Täglich passieren rund 40.000 Fahrzeuge den Tunnel, was ihn zu einem stark frequentierten Abschnitt macht. Die hohe Verkehrsbelastung ist nicht nur auf Berufspendler zwischen Vorarlberg und Süddeutschland zurückzuführen, sondern auch auf den Urlaubsverkehr in die Schweiz und nach Italien. Besonders an Freitagnachmittagen und am Wochenende besteht eine hohe Staugefahr.
Sanierungsarbeiten für die Verkehrssicherheit
Die Sanierungsarbeiten, die seit dem 10. März 2025 durchgeführt werden, konzentrieren sich auf die Beleuchtungsanlage, Verkehrslenkung, Notrufeinrichtungen und Brandmeldeanlagen im Tunnel. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans, der Investitionen von rund 34 Millionen Euro durch die ASFINAG umfasst. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit im Pfändertunnel zu erhöhen und langfristig eine sichere und zuverlässige Verkehrsverbindung für die Region Vorarlberg zu gewährleisten. Die Arbeiten an der Oströhre sollen bis zum 24. Oktober 2025 abgeschlossen sein, wobei keine Arbeiten an verkehrsreichen Tagen wie Christi Himmelfahrt oder während der Bregenzer Festspiele stattfinden.
Um Staus zu umgehen, empfehlen Verkehrsplaner alternative Routen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung der B190 über die Stadt Bregenz, auch wenn diese Strecke eingeschränkt empfohlen wird. Des Weiteren können Autofahrer versuchen, nachts oder frühmorgens zu fahren oder auf öffentliche Verkehrsmittel wie die Bahn und die Fähre zwischen Lindau und Bregenz zurückzugreifen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Vignettenpflicht auf dem Abschnitt zwischen Hörbranz und Hohenems seit Dezember 2019 aufgehoben wurde, während für die A14 ab Hohenems in Richtung Bludenz weiterhin eine normale Pkw-Vignette erforderlich ist.
Verkehrssicherheit im Fokus
Die Notwendigkeit solcher umfangreichen Sanierungsarbeiten steht im Einklang mit den übergeordneten Zielen der Bundesregierung in Bezug auf die Verkehrssicherheit. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 % zu reduzieren, was im Rahmen der Vision Zero geschieht, die darauf abzielt, keine Verkehrstoten zuzulassen. Im Jahr 2024 kamen in Deutschland 2.770 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, was deutlich macht, wie wichtig kontinuierliche Verbesserungen der Infrastruktur sind.
Infrastrukturverbesserungen, wie sie nun im Pfändertunnel vorgenommen werden, helfen, potenzielle Gefahrenquellen zu identifizieren und zu minimieren. Darüber hinaus werden Strategien zur Unfallvermeidung durch technologische Lösungen, Bildungsinitiativen und gesetzliche Rahmenbedingungen verstärkt. Die ASFINAG führt regelmäßige Kontrollen zur Einhaltung der Mautregelungen durch, was ebenfalls zur Verkehrssicherheit beiträgt.
Insgesamt sind die aktuellen Sanierungsarbeiten im Pfändertunnel nicht nur eine notwendige Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, sondern auch ein wichtiger Schritt für die langfristige Entwicklung der Verkehrsverbindungen in der Region. Weitere Informationen zu den Arbeiten und den Verkehrsbedingungen finden Sie hier und hier.