Am 10. März 2026 fand in Dornbirn die diesjährige com:bau statt, die zahlreiche Interessierte in die Welt des Bauens und der Sanierung lockte. Rund 9.000 Besucherinnen nutzten die Gelegenheit, sich über Themen wie Neubau, Sanierung, Energie- und Haustechnik sowie Immobilien- und Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren. Diese rege Teilnahme zeigt, dass der Informationsbedarf in der Bauwirtschaft hoch ist und viele Menschen konkrete Projekte weiterentwickeln möchten.
Insgesamt 180 Aussteller waren vor Ort und boten den Besucherinnen nicht nur umfassende Beratungsgespräche, sondern auch die Möglichkeit, sich über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Gespräche auf der Messe deuten auf eine Belebung im Markt hin, insbesondere bei Vorhaben im Gebäudebestand. Michael Saler von Hilti & Jehle betont, dass die Bedeutung von Sanierungen wächst und es verstärkt Fragen zu bestehenden Gebäuden gibt.
Trends im Bauwesen
Die Messe verdeutlichte, dass der Immobilien- und Bauträgerbereich erste Belebungstendenzen zeigt, nachdem er eine schwierige Marktphase durchlebt hat. Besonders der Holzbau bleibt stabil und spielt eine wichtige Rolle bei Bauprojekten. Der Trend zu nachhaltigen Baustoffen und energieeffizienten Lösungen ist ungebrochen. Viele Aussteller, darunter auch Andreas Bickel von EQ-Systems, berichteten über die wachsende Nachfrage nach Stromspeichern, besonders angesichts sinkender Einspeisevergütungen. Energieeffizienz und energetische Modernisierungen rückten stärker in den Fokus der Gespräche, was auch Harald Berchtold von der Berchtold Zimmerei bestätigte, der von intensiven Gesprächen über Kosten und Realisierungswege von Bauvorhaben berichtete.
Die com:bau bot nicht nur eine Plattform für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, sondern wurde auch als zentrale Anlaufstelle für persönliche Beratungen und Informationen zu Fördermodellen und technischen Anforderungen wahrgenommen. Eine Besucher*innen-Befragung ergab eine Durchschnittsnote von 1,74, und beeindruckende 95 Prozent der Befragten würden die Veranstaltung weiterempfehlen. Zudem planen 88 Prozent der Teilnehmenden, im kommenden Jahr wiederzukommen.
Regionale Baumessen
Ein wichtiger Bestandteil der Baukultur in Deutschland sind auch die regionalen Publikumsmessen, die unter dem Namen Original Baumesse bekannt sind. Diese finden in 20 Städten bundesweit statt und richten sich an Personen, die neu bauen, ihr Heim verschönern oder Anregungen für sicheres, nachhaltiges und günstiges Wohnen suchen. Die Messen präsentieren eine Vielzahl von Themen, darunter Neubau, Altbausanierung, energetische Modernisierung, Einbruchschutz, Baufinanzierung und Inneneinrichtung.
Wichtige Fachbetriebe aus der Region bieten persönliche Beratungen und erste Angebote direkt vor Ort an. Ein kostenloses Fachvortragsprogramm mit inspirierenden Beiträgen rundet das Angebot ab und ermöglicht den Besuchern, unkompliziert nachfolgende Termine zu vereinbaren. Die Vielfalt der Bauwirtschaft wird hier lebendig und sichtbar.
Nachhaltigkeit im Bauwesen
Die Bauindustrie ist nicht nur ein relevanter Wirtschaftszweig, sondern auch ein bedeutender Faktor für die Umwelt. Laut Statista ist der Gebäudesektor weltweit für etwa neun Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich. Dennoch zeigen die Treibhausgasemissionen im Bauwesen jährliche Rückgänge, was auf einen dringenden Bedarf an einem Wandel hin zu einer nachhaltigen Industrie mit ressourcenschonenden Rohstoffen hinweist.
International anerkannte Zertifizierungen wie LEED und DGNB unterstützen diese Transformation der Bauindustrie. Zudem nehmen Investitionen in energieeffiziente Gebäude kontinuierlich zu, und der Markt für Green Buildings wächst stetig in Deutschland. Die Entwicklungen in der Bauindustrie, die auf der com:bau und anderen Messen sichtbar werden, sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.