Heute ist der 20.02.2026 und wir berichten über einen tragischen Vorfall, der sich kürzlich in Hittisau, einem Ort im Bezirk Bregenz, ereignet hat. Ein 18-Jähriger Autofahrer hat am Donnerstagabend zwei Frauen, 30 und 35 Jahre alt, auf einem Zebrastreifen erfasst. Diese Frauen überquerten den Schutzweg, als das Unglück geschah. Die 30-Jährige wurde mehrere Meter auf der Motorhaube mitgeschleift und erlitt dabei schwere Beinverletzungen, während die 35-Jährige gegen ein weiteres Fahrzeug geschleudert wurde, das vor dem Zebrastreifen angehalten hatte, und ebenfalls schwer verletzt wurde. Beide Frauen mussten nach einer notärztlichen Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel der Allgäuer Zeitung.

Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage im Straßenverkehr, nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland etwa 2,5 Millionen Straßenverkehrsunfälle registriert, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Während die Zahl der Unfälle mit Sachschäden gestiegen ist, bleibt die Anzahl der Unfälle mit Personenschäden auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 1955. Ein zentrales Ziel der Verkehrsminister der EU ist es, bis 2050 die Vision Zero zu erreichen – keine Verkehrstoten.

Ein Rückblick auf die Verkehrssicherheit

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland fiel von 19.193 im Jahr 1970 auf 2.770 im Jahr 2024. Trotz dieses positiven Trends hat sich der Abwärtstrend der Verkehrstoten seit den frühen 2010ern verlangsamt. Im Jahr 2024 lag die Anzahl der Verkehrstoten in der EU bei 44 pro Million Einwohner, während Deutschland mit 33 pro Million Einwohner unter dem EU-Schnitt liegt. Zu den häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle mit Personenschäden zählen ungenügender Abstand, nicht angepasste Geschwindigkeit und Fahren unter Alkoholeinfluss. Insbesondere alkoholbedingte Unfälle waren 2024 für 198 Todesfälle und 17.776 Verletzte verantwortlich.

Ein weiterer besorgniserregender Trend ist die wachsende Zahl an Unfällen mit E-Bikes und E-Scootern. Im Jahr 2024 wurden 26.057 E-Bike-Fahrer verletzt oder getötet. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass Radfahrer nach Autofahrern die zweithäufigsten Hauptverursacher von Straßenverkehrsunfällen sind. Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, sind bessere Infrastruktur, ein erhöhtes Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer und die Einführung autonomer Fahrzeuge notwendig.

Ein Aufruf zur Achtsamkeit

Die Verkehrssicherheit ist ein gemeinsames Anliegen, das alle betrifft. Menschliche Faktoren wie Unaufmerksamkeit und Rücksichtslosigkeit bleiben als Unfallursachen bestehen und erfordern unser aller Aufmerksamkeit. Der tragische Vorfall in Hittisau erinnert uns daran, dass jeder Verkehrsteilnehmer Verantwortung trägt und dass es entscheidend ist, die Augen offen zu halten und Rücksicht auf andere zu nehmen.