Ein spannendes Theaterstück spektakuliert zurzeit im Theater am Werk in Wien: „Ragazzi del Mondo“. Mit seiner thematischen Breite bringt es brennende globale Themen wie Klimawandel, Kriege und die Herausforderungen des Nationalstaates auf die Bühne. Kritiker berichten, dass die spannende Inszenierung von Martin Gruber die Besucher in eine Welt versetzt, in der unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen und Missverständnisse herrschen. Die Darsteller Zeynep Alan, Isabella Jeschke, Thomas Kolle, Kirstin Schwab und Benjamin Vanyek schaffen eine angespannte Atmosphäre, die das Publikum zum Nachdenken anregt. Das Stück vermittelt die essentielle Botschaft, dass Dialog und Verständnis zwischen den Menschen wichtig sind, um Konflikte zu lösen, die unsere Gesellschaft heute plagen berichtet der Kurier.
Bis zum 15. Juni wird das Stück täglich um 19:30 Uhr im Theater am Werk aufgeführt, bevor es am 26. Juni seine Vorarlberg-Premiere im Theater Kosmos Bregenz feiert. Die verschiedenen kreativen Köpfe hinter der Inszenierung – von der Idee bis hin zur Dramaturgie und Bühnenbild – schaffen ein eindrucksvolles Gesamtwerk, das die Herausforderungen unserer Zeit auf unverblümte Weise thematisiert.
Ein heißes Thema: Klimawandel und Rechtspopulismus
Parallel zur Aufführung des Stücks gibt es aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen, die sich mit den Strategien von rechtspopulistischen Netzwerken im Kontext des Klimawandels befassen. Eine Studie von Politikwissenschaftlern der Freien Universität Berlin identifizierte 69 Begriffe, die häufig von rechtspopulistischen Netzwerken verwendet werden, jedoch in klassischen Medien kaum vorkommen. Darunter fallen Schlagworte wie „Ökopopulisten“ und „Klimafanatiker“, die ein verzerrtes Bild des Klimawandels darstellen und oft zur politischen Agitation genutzt werden. Die AfD hat diese Begriffe aktiv in ihre Kommunikation integriert, um ihre Position zu untermauern berichtet die FU Berlin.
Die Studie, die rund 11.000 Onlineartikel und 18.000 Social-Media-Posts der AfD analysierte, zeigt, dass es eine klare Taktik gibt, die den Klimawandel als ideologisches Projekt darstellt. Es wird weniger der Klimawandel an sich geleugnet, sondern vielmehr werden abwertende Begriffe verwendet, um politische Gegner anzugreifen und den Diskurs zu verschieben. Solche Strategien überschneiden sich auch mit den Taktiken des Rechtspopulismus, wie Beate Küpper von der Hochschule Niederrhein in ihren Ausführungen deutlich macht erklärt klimafakten.de.
Küpper und andere Experten betonen, dass die Leugnung des Klimawandels in rechtspopulistischen Kreisen häufig mit Rassismus und sozialen Vorurteilen kombiniert wird. Dies beweist die Gefahr, die eine solche Rhetorik für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellt. Sie schaffen ein Feindbild und unterstellen der Gegenseite Hysterie, während sie sich selbst als rational präsentieren. Solche verzerrten Wahrnehmungen finden auch ihren Ausdruck in den aktuellen Debatten, die das Stück „Ragazzi del Mondo“ auf so eindrückliche Weise spiegelt.
In einer Zeit, in der das Verständnis füreinander mehr denn je gefordert ist, ist es wichtig, das Gehörte nicht nur zu konsumieren, sondern auch darüber nachzudenken und den Dialog zu suchen. Theater kann in diesem Prozess eine Schlüsselrolle spielen und zum Nachdenken anstoßen – sowohl über Kunst als auch über die gesellschaftlichen Herausforderungen, die uns alle betreffen.