Heute ist der 27.03.2026. In der Region rund um die Silvretta-Hochalpenstraße gibt es derzeit wenig Grund zur Freude. Die beliebte Strecke, die Partenen in Vorarlberg mit Galtür in Tirol verbindet, bleibt bis voraussichtlich 2030 gesperrt. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem im Sommer 2024 Felsstürze und Murenabgänge aufgetreten sind, die die Sicherheit der Straße ernsthaft gefährdeten. Die Hochalpenstraße, die eine Länge von etwa 22 Kilometern hat, wird jährlich von etwa 400.000 Fahrzeugen genutzt, die die Mautstraße zur Bielerhöhe befahren. Bürgermeister Daniel Sandrell bezeichnet die Sperre als „Hiobsbotschaft“ für die lokalen Betriebe, die auf den Tourismus angewiesen sind.
Die Betreiber der Strecke, die Illwerke Vkw, haben bereits mehrere Millionen Euro in Sicherungsmaßnahmen investiert. Diese sind dringend nötig, um die Straße langfristig abzusichern. Ein Konzept mit geologischen Modellrechnungen zur Sicherheit der Hochalpenstraße liegt vor, das auch Umlegungen und den Bau von Schutzdämmen umfasst. Die Detailplanung soll im Sommer 2027 abgeschlossen werden, gefolgt von einem Behördenverfahren. Der Baubeschluss des Aufsichtsrats könnte im März 2027 gefasst werden, mit einer geplanten Bauzeit bis 2029 und einer Freigabe der Route für den Verkehr im Sommer 2030.
Umfangreiche Sanierungsarbeiten
Die Sperrung betrifft sowohl den motorisierten Verkehr als auch den Fußgängerverkehr. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten umfassen nicht nur die Erneuerung der Fahrbahn, sondern auch die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Diese Maßnahmen sind unerlässlich, um die Silvretta-Hochalpenstraße, die eine wichtige touristische Verbindung in der Region darstellt, für die Zukunft zu rüsten.
Die Illwerke-Vorstand Gerd Wegeler hebt hervor, dass die Straße eine bedeutende Infrastruktur für den Kraftwerksbetrieb darstellt. Für Touristen gibt es jedoch Alternativen: Die Vermuntbahn bleibt im Sommer geöffnet, und der Zugang zur Bielerhöhe ist über einen Tunnelbus gewährleistet. Zudem bleibt die Straße von Tirol aus während der Arbeiten mautfrei zugänglich, was den regionalen Verkehr etwas entlasten sollte.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Die vorübergehende Schließung der Silvretta-Hochalpenstraße hat nicht nur Auswirkungen auf den Verkehr, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen für die Region. Da die Straße ein Magnet für Touristen ist, sind die lokalen Betriebe, die von diesen Besucherströmen leben, stark betroffen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die wirtschaftlichen Einbußen abzufedern.
Die Herausforderungen, die mit der Sperrung der Silvretta-Hochalpenstraße einhergehen, sind nicht zu unterschätzen. Die Kombination aus Naturgefahren und notwendigen Sanierungsarbeiten zeigt, wie verletzlich unsere Infrastruktur ist und wie wichtig es ist, diese nachhaltig zu gestalten. Die Arbeiten an der Straße sind ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sie zunächst unbequem erscheinen.
Für weitere Informationen über die aktuelle Situation rund um die Silvretta-Hochalpenstraße und die geplanten Sanierungsarbeiten, besuchen Sie die Allgäuer Zeitung sowie den ORF Tirol.



