Am 11. März 2026 fand beim Literaturforum Schwaz ein bedeutender Vorstandswechsel statt. Die langjährige Obfrau Claudia Mössenlechner und Kassierin Vanessa Jacob traten nicht mehr zur Wahl an, wurden jedoch für ihren herausragenden Einsatz in den letzten zwei Jahren geehrt. Beide bleiben dem Literaturforum als aktive Mitglieder erhalten, was die Verbundenheit und das Engagement der Mitglieder unterstreicht.
Die neue Obfrau, Lydia Kaltenhauser, die zuvor als Schriftführerin tätig war, hat Neuere deutsche Literatur, Philosophie und Interkulturelle Kommunikation studiert. Aktuell arbeitet sie als Redakteurin beim „Tiroler Sonntag“. Sie betont die verbindende Kraft der Literatur in unsicheren Zeiten – ein Thema, das in der heutigen Welt von besonderer Relevanz ist. An ihrer Seite wurden Gerhard Kochesser als Stellvertreter, Martina Kohlberger als Kassierin und Silvia Maria Gschößer als Schriftführerin gewählt. Christiane Altendorfer wird als Schriftführer-Stellvertreterin neu bestellt, während Verena Schneider-Pellegrini als Kassier-Stellvertreterin im Amt bestätigt wurde.
Ein vielfältiges Frühjahrsprogramm
Im Rahmen des Frühjahrsprogramms wird das Literaturforum Schwaz auch dieses Jahr wieder zahlreiche bekannte Autoren präsentieren. Zu den Höhepunkten zählen Auftritte von Dimitré Dinev, Birgit Birnbacher, Nava Ebrahimi und Hannah Häffner. Das Literaturforum Schwaz fördert seit 1995 anspruchsvolle Gegenwartsliteratur durch Lesungen, Diskussionen und Vorträge, was es zu einem zentralen Bestandteil des kulturellen Lebens in Schwaz macht.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch dem Schwazer Stadtschreiberstipendium, das jungen Autoren eine Plattform bietet. Die Bewerbungsfrist für dieses Stipendium läuft bis zum 15. April 2026. Es richtet sich an junge Autorinnen und Autoren mit geringem bisherigen Publikationsumfang und umfasst eine freie Unterkunft, ein monatliches Taschengeld sowie Verpflegungskosten. Die Dauer des Aufenthalts beträgt zwei Monate, von Oktober bis Dezember 2026, und die Bewerbungen sind per E-Mail einzureichen.
Kulturleben in Schwaz
Schwaz blickt auf eine lange Geschichte als Kulturstadt zurück, die seit dem wirtschaftlichen Aufstieg im 15. Jahrhundert ein vielfältiges Kulturleben bietet. Jährlich ziehen zahlreiche Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten und geschichtliche Zeugnisse tausende Besucher an. Zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt gehören die größte gotische Kirche Tirols, „Zu Unserer Lieben Frau“, das Franziskanerkloster, das Rathaus und das Schloss Freundsberg.
Das Kulturangebot wird durch Museen und Galerien wie das Museum der Völker, die Galerie im Rabalderhaus und den Kunstraum Schwaz bereichert. Zudem finden zahlreiche Festivals statt, darunter das seit 30 Jahren bestehende Outreach-Festival, die Schwazer Sommerkonzerte und das Klangspuren Festival für zeitgenössische Musik.
Ein Blick auf die Bergbaugeschichte
Die Geschichte Schwaz‘ ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden, der im späten Mittelalter das führende Montangebiet Europas war. Der Spezialforschungsbereich HiMAT an der Universität Innsbruck untersucht die Auswirkungen des Bergbaus auf Umwelt und Gesellschaft. Dieses Erbe wird auch in der heutigen Kulturszene lebendig gehalten, wo interkultureller Dialog und lokale Themen gefördert werden.
Mit den vielfältigen kulturellen Aktivitäten, wie den bereits erwähnten Veranstaltungen und dem Engagement des Literaturforums Schwaz, zeigt die Stadt, dass sie nicht nur eine reiche Geschichte hat, sondern auch ein lebendiges Zentrum für Kunst und Literatur ist. So bleibt Schwaz ein Ort, an dem Literatur und Kultur in einem harmonischen Zusammenspiel blühen und gedeihen können.
Für weitere Informationen über die Entwicklungen im Literaturforum Schwaz und die Kulturangebote der Stadt besuchen Sie bitte die Quelle.





