In der Region Schwaz, insbesondere im malerischen Zillertal, erleben viele Schüler:innen derzeit eine wahre Herausforderung: überfüllte Schulbusse. Diese Problematik betrifft über 120 Schüler:innen, darunter auch die Jugendlichen der Handelsakademie (HAK) und der Handelsakademie (HAS). Besonders stark sind die Busse mittwochs ab 12:40 Uhr und freitags ab 13:35 Uhr ausgelastet. Schüler:innen berichten von gedrängten Zuständen, Platzmangel und Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Die Situation ist nicht nur unangenehm, sondern birgt auch gefährliche Momente beim Ein- und Aussteigen. Um diesen Missstand zu verdeutlichen, wurde eine Umfrage unter den betroffenen Schüler:innen durchgeführt, die über 60 Rückmeldungen zu den Problemen ergab. Der Schulsprecher Enis Yorgun vom BORG Schwaz setzt sich bereits seit geraumer Zeit für eine Verbesserung der Situation ein, bisher allerdings ohne nennenswerte Fortschritte.

Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) hat erklärt, dass er die Situation im Blick hat. Regelmäßige Kontrollen haben gezeigt, dass die Busse auf bestimmten Strecken gut ausgelastet sind. Der VVT stellte jedoch auch klar, dass ein zusätzlicher Verstärkerbus die Kosten verdoppeln würde, was aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt ist. Die Sicherheit aller Fahrgäste hat oberste Priorität, und die zulässige Personenzahl darf nicht überschritten werden. In der Vergangenheit gab es für zwei Wochen im Mai 2025 eine zusätzliche Busverstärkung, die jedoch nach kurzer Zeit wieder eingestellt wurde. Aktuell finden seit Oktober 2025 wieder Gespräche mit dem VVT statt, jedoch ohne konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lage. Eltern haben sich bereits bei der Schulleitung beschwert, und einige Schüler:innen fühlen sich unsicher, wenn sie nach der Schule mitfahren müssen. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Schülerbusse und Anschlussverbindungen

Ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen im Schülerverkehr zeigt sich am Oberstufenrealgymnasium Zams, wo die Schüler:innen Schwierigkeiten hatten, den einzigen Direktbus zum Bahnhof zu bekommen. Auch hier kam es häufig vor, dass Schüler:innen ihre Anschlusszüge verpassten, insbesondere freitags, wenn Internatsschüler:innen mit Gepäck unterwegs waren. Schuldirektor Christian Ladner wandte sich in dieser Angelegenheit an den VVT. Der Verkehrsverbund reagierte schnell und plante einen zusätzlichen Schülerbus für Freitagmittag, der direkt zum Bahnhof fährt. Seit dem 28. März 2026 können die Schüler:innen des Zammer Oberstufenrealgymnasiums somit stressfrei nach Hause fahren. Verkehrslandesrat René Zumtobel betonte die Bedeutung von Rückmeldungen aus der Praxis zur Optimierung des öffentlichen Verkehrs, was die Notwendigkeit der Kommunikation zwischen Schulen und Verkehrsunternehmen verdeutlicht. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Die Bedeutung des Schülerverkehrs

Die Herausforderungen im Schülerverkehr sind nicht nur lokal, sondern spiegeln auch größere gesellschaftliche Trends wider. Der Schülerverkehr bezeichnet das Verkehrsaufkommen bei der Bewegung von Schülern zwischen Elternhaus und Schule, sowohl als Fußgänger als auch mit Transportmitteln. Besonders in ländlichen Regionen stellt die Schülerbeförderung das wichtigste Kundensegment des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) dar. Hier sind Schüler:innen oft die Hauptnutzer, da sie bis zu einem bestimmten Alter keinen Zugang zum motorisierten Individualverkehr haben. In ländlichen Gebieten machen Schüler:innen bis zu 80 % aller Fahrgäste im ÖPNV aus, was die Wichtigkeit dieser Thematik unterstreicht.

Die Schülerbeförderung unterliegt den Bestimmungen des Personenbeförderungsgesetzes und kann auf verschiedene Arten organisiert werden: Freigestellter Schülerverkehr, Integration in allgemein zugängliche Linienverkehre oder Schülerspezialverkehr mit Fahrzeugen des Schulträgers. Veränderungen in der Schülerstruktur können gravierende Auswirkungen auf den Stadt- und Regionalbusverkehr haben, und die Lage weiterführender Schulen beeinflusst die Anzahl der benötigten Fahrten. Es ist von großer Bedeutung, dass der Schülerverkehr effizient gestaltet wird, um den Bedürfnissen der Schüler:innen gerecht zu werden. Weitere Informationen finden Sie hier.