Am Sonntagmittag, dem 22. Februar 2026, kam es am Hintertuxer Gletscher zu einem tragischen Lawinenabgang, bei dem zwei schwedische Urlauber schwer verletzt wurden. Ein 55-jähriger Vater und sein 15-jähriger Sohn hatten sich ohne die notwendige Lawinenausrüstung auf die Skiroute 2 „Unterm Eisbruch“ begeben, die zum Zeitpunkt des Unglücks nicht geöffnet und klar mit einer Warntafel gekennzeichnet war. Der Notruf über den Lawinenabgang wurde um 12:05 Uhr abgesetzt, als ein Zeuge berichtete, dass eine Person im Lawinenkegel um Hilfe rief. Dies führte zu einem großen Rettungseinsatz.
Der Notarzthubschrauber Alpin 5 sowie die Bergrettung Tux mit 17 Einsatzkräften und zwei Beamten der Alpinpolizei wurden alarmiert. Zusätzlich unterstützte der Notarzthubschrauber Martin 7 den Einsatz, indem er weitere Kräfte zum Lawinenkegel brachte. Vor Ort wurden die beiden Urlauber gefunden, die sich selbst nicht befreien konnten. Die Situation war angespannt, denn es war zunächst unklar, ob noch weitere Personen in Gefahr waren. Glücklicherweise konnten die Retter bald Entwarnung geben, nachdem festgestellt wurde, dass niemand anderes betroffen war.
Der Verlauf des Unglücks
Der Auslöser der Lawine war der 55-jährige Vater, der als Erster in den Lawinenhang fuhr. Sein Sohn folgte ihm und bemerkte den Lawinenabgang, wurde jedoch etwa 100 Meter mitgerissen. Beide erlitten schwere Verletzungen und mussten per Helikopter ins Bezirkskrankenhaus Schwaz geflogen werden. Die Tatsache, dass sie ohne Lawinenausrüstung unterwegs waren, verstärkt die Tragik dieses Vorfalls.
Die Bergrettung Tux suchte den Lawinenkegel mit LVS-Geräten und befragte Zeugen. Die Aussagen waren unterschiedlich, jedoch gingen die Retter davon aus, dass keine weiteren Wintersportler verschüttet waren. Die Umstände des Unglücks werfen ein Licht auf die Gefahren, die in den Bergen lauern, insbesondere wenn Sicherheitsvorkehrungen ignoriert werden, wie im Fall dieser beiden Urlauber, die sich in ein nicht geöffnetes Gebiet begaben. Es ist bedauerlich, dass solche Vorfälle oft mit schweren Folgen einhergehen müssen.
Wichtige Sicherheitshinweise
Für Wintersportler ist es essentiell, sich vor dem Skifahren über die aktuellen Sicherheitsbedingungen zu informieren und stets die notwendige Lawinenausrüstung dabei zu haben. Tipps zum sicheren Verhalten in alpinen Gefahrenzonen finden sich unter anderem auf der Webseite des Spiegel, wo umfassende Informationen und Ratschläge für Skifahrer und Snowboardfahrer gegeben werden.
Die Tragödie am Hintertuxer Gletscher erinnert uns daran, wie wichtig Sicherheit und Vorsicht beim Wintersport sind. Auch wenn das Verlangen nach Abenteuer und unberührten Pisten groß ist, sollte die Sicherheit stets an erster Stelle stehen. Weitere Details zu dem Vorfall finden Sie in den Berichten von MeinBezirk und dem Südkurier.