Am 25. Februar 2026 fand im SZentrum in Schwaz eine bemerkenswerte Veranstaltung statt, die rund 130 Frauen ansprach. Die Sparkasse Schwaz hatte zur Premiere von „fem.invest.next.“ eingeladen, einem Event, das sich der finanziellen Bildung, dem Mut und der Eigenverantwortung von Frauen in der Region widmet. Die Veranstaltung zielte darauf ab, Frauen in jeder Lebensphase zu unterstützen, informierte Entscheidungen zu treffen und ihr Verhältnis zu Geld zu reflektieren.

Der Impulsvortrag wurde von der IdeRealistin Yvonne van Dyck gehalten, die mit ihrem Vortrag „Geld, Mut und das JA zu dir – sind dein mentaler und finanzieller Reichtum im Einklang?“ die Teilnehmerinnen zum Nachdenken anregte. Van Dyck stellte die Verbindung zwischen finanziellen Entscheidungen, innerer Haltung, Selbstwert und Mut heraus. Sie ermutigte die Frauen, finanzielle Themen aktiv anzugehen und sich mit ihrem Geldverhältnis auseinanderzusetzen.

Diskussion und Herausforderungen

In einer darauf folgenden Talkrunde diskutierten Experten wie Yvonne van Dyck, Katja Tecklenburg, Avelina Martinez-Löffler, Martina Filzer-Kurz und Karin Bihun über verschiedene Herausforderungen, die Frauen im Finanzbereich begegnen. Karin Bihun sprach spezifisch über die finanziellen Auswirkungen von Karenzzeiten, Teilzeitmodellen und familiären Verantwortungen. Sie wies darauf hin, dass das Sparbuch nicht die Hauptlösung für finanzielle Vorsorge sein sollte. Nadja Wechselberger, die den Abend moderierte, betonte, dass finanzielle Unabhängigkeit ein „Must-Have“ für Selbstbestimmung ist.

Die Sparkasse Schwaz übernimmt aktiv Verantwortung in der Region und fördert den Wissenstransfer sowie die Vernetzung und finanzielle Kompetenz. Dieses Engagement ist besonders wichtig, da die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen oft durch diverse Lebensumstände, wie Kinderbetreuung und Erwerbsbiografien, beeinträchtigt wird. Die Diskussion um die finanzielle Bildung ist also ein zentrales Element für die Förderung der Eigenverantwortung und des Selbstwerts bei Frauen.

Strategien für finanzielle Unabhängigkeit

Um die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, sind nachhaltige Geldanlagen ein wichtiger Aspekt. Diese verbinden Renditechancen mit sozialer und ökologischer Verantwortung. Vor der Geldanlage sollten einige wichtige Fragen geklärt werden: Wie viel Risiko sind Sie bereit einzugehen? Wie lange möchten Sie Ihr Geld anlegen? Welche Ziele verfolgen Sie? Sicherheitsorientierte Anleger:innen könnten klassische Produkte wie Tagesgeld oder Festgeld in Betracht ziehen, auch wenn diese meist niedrige Zinsen bieten. Für diejenigen, die bereit sind, höhere Risiken einzugehen, bieten Aktien, Fonds oder ETFs spannende Möglichkeiten.

Ein langfristiger Anlagehorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren wird empfohlen, insbesondere für nachhaltige Geldanlagen, die Umweltfreundlichkeit und soziale Verantwortung berücksichtigen. Fondssparpläne sind ebenfalls eine gute Option für Einsteiger:innen, um regelmäßig kleinere Beträge anzulegen und vom Durchschnittskosteneffekt zu profitieren. Zudem ist es ratsam, regelmäßig die eigene Geldanlage zu überprüfen und anzupassen.

Altersvorsorge und Familienplanung

Besonders für Frauen ist eine durchdachte Altersvorsorge essenziell, da Gehaltsunterschiede und unterschiedliche Erwerbsbiografien zu finanziellen Nachteilen führen können. Die drei Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge – sollten frühzeitig in Betracht gezogen werden. Ein früher Beginn der privaten Vorsorge ermöglicht es, vom Zinseszinseffekt zu profitieren und die Kosten sowie Renditechancen der Produkte zu vergleichen.

Die Geburt eines Kindes verändert nicht nur das Familienbudget, sondern auch die Prioritäten bei der Geldanlage. Zusätzliche Kosten durch Kinderbetreuung und die Notwendigkeit einer finanziellen Vorsorge für das Kind sollten nicht unterschätzt werden. Hierbei spielen staatliche Unterstützungen wie Elterngeld, Kindergeld und Kinderfreibetrag eine wichtige Rolle. Auch die Überprüfung von Versicherungen sollte in diesen Lebensphasen nicht vernachlässigt werden.

Insgesamt zeigt die Veranstaltung „fem.invest.next.“ wie wichtig es ist, Frauen die nötigen Werkzeuge und das Wissen an die Hand zu geben, um ihre finanzielle Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Die Sparkasse Schwaz setzt mit ihrem Engagement ein klares Zeichen für die Förderung der finanziellen Eigenständigkeit und Bildung von Frauen in der Region. Für weiterführende Informationen zur finanziellen Bildung und den damit verbundenen Themen ist die Website des Bundesfinanzministeriums eine nützliche Ressource.