Die Burgruine Ehrenberg in Reutte hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem bedeutenden kulturellen und touristischen Anziehungspunkt entwickelt. Die umfangreiche Sanierung, die im Jahr 1996 mit dem Erwerb der Nutzungsrechte von den Eigentümern begann, hat seither zahlreiche spektakuläre Angebote für Besucher hervorgebracht. Historische Gebäude wie die Burgruine erfordern einen hohen finanziellen Aufwand für ihren Erhalt. Der Burgenverein, unter der Leitung von Geschäftsführer Armin Walch, hat es geschafft, die Sanierung mit innovativen Tourismusattraktionen zu verbinden, was die Burgruine zu einem einzigartigen Besuchermagneten in der Region gemacht hat. Am Freitag, dem 20. März, wird das 30-jährige Jubiläum der Sanierung unter dem Motto „Vom Steinhaufen zur Burgenwelt“ groß gefeiert (Allgäuer Zeitung).

Die kontinuierlichen Sanierungsarbeiten haben nicht nur die Struktur der Burgruine, sondern auch das Erlebnis für die Besucher erheblich verbessert. Zuletzt wurde eine neue Bastion und ein Wachturm am Äußeren Zwinger eröffnet, was den Abschluss des „Bergherbstes“ in der Naturparkregion Reutte markierte. Diese Arbeiten wurden vom Burgenverein durchgeführt und waren mit Kosten von etwa 1,3 Millionen Euro verbunden. Während der Sanierung wurde sogar ein Felsgang entdeckt, was die historische Bedeutung der Burgruine weiter unterstreicht. Zudem wurden wesentliche Wehrelemente rekonstruiert, darunter die Bastion, die Streichwehr und die Zangenschartenmauer mit sechs Scharten, sowie der Wachturm, der nun mit einem neuen spitzen Kegeldach aufwartet, gesponsert von Holzbau Saurer (Kreisboten).

Ein Fest für die Region

Die Eröffnung der neu sanierten Bastion und des Wachturms wurde gebührend gefeiert: Vertreter der Marktgemeinde und des Tourismusverbands hissen die Fahne, während historische Darstellungen durch Landsknechte und Flintenweiber die Feierlichkeiten bereicherten. Der Vizebürgermeister Gerfried Breuss und Obmann Hermann Ruepp dankten den Gönnern und Sponsoren für ihre Unterstützung, die eine so umfassende Sanierung ermöglicht hat. Der Festausklang fand in Form eines Mittagessens im Restaurant Salzstadl statt, gefolgt von einem Besuch des Historischen Marktes zu Ehrenberg.

Der Erhalt historischer Gebäude wie der Burgruine Ehrenberg ist nicht nur eine Frage von Tradition und Kultur, sondern auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Diese Bauten spielen eine zentrale Rolle in der Identitätsbildung und im Tourismus. Um solche Projekte zu fördern, gibt es verschiedene Förderprogramme, die Zuschüsse für Sanierungen, Restaurierungen und den Schutz dieser Kulturgüter anbieten. Diese Programme sind entscheidend, um das kulturelle Erbe zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen (finanzielle-foerdermittel.de).

Fördermittel und ihre Bedeutung

Die Finanzierung der Sanierung und Erhaltung solcher Bauwerke erfordert erhebliche Mittel. Die verschiedenen Förderprogramme, wie die Denkmalschutzförderung der Länder oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, unterstützen nicht nur private Eigentümer, sondern auch Vereine und Stiftungen bei ihren Bemühungen, das kulturelle Erbe zu sichern. Diese Programme bieten oft Zuschüsse von bis zu 50 % der förderfähigen Kosten für Maßnahmen wie Fassadenrestaurierung oder Dachsanierung.

Insgesamt zeigt die Entwicklung der Burgruine Ehrenberg, wie wichtig der Erhalt und die Sanierung historischer Bauwerke für die Region sind. Sie fördern nicht nur die touristische Attraktivität, sondern tragen auch zur kulturellen Identität bei. Mit der bevorstehenden Feier des 30-jährigen Jubiläums wird ein weiteres Kapitel in der Geschichte dieser imposanten Ruine aufgeschlagen, das sowohl Besucher als auch Einheimische begeistern wird.