In Österreich müssen Autofahrer, die die Autobahnen nutzen, in der Regel eine Vignette erwerben. Aktuell kostet eine Tages-Vignette 9,60 Euro. Doch es gibt auch Lichtblicke: Auf mehreren Autobahnabschnitten gilt eine Mautbefreiung, die insbesondere für deutsche Autofahrer von Bedeutung ist. So ist der Abschnitt A12 (Inntal Autobahn) zwischen Kufstein-Süd und Kiefersfelden mautfrei. Dieser Teil ist etwas mehr als vier Kilometer lang und ermöglicht eine kostenfreie Durchfahrt. Autofahrer können nach der mautfreien Strecke problemlos auf Bundesstraßen wechseln, die ebenfalls keine Vignette erfordern. Quelle.
Zusätzlich gibt es weitere mautfreie Abschnitte, die für deutsche Autofahrer interessant sind. Dazu zählen die A1 (West Autobahn) zwischen Walserberg und Salzburg Nord, die A14 (Rheintal/Walgau Autobahn) zwischen Hörbranz und Hohenems sowie die A26 (Linzer Autobahn), die sich derzeit im Bau befindet, zwischen Linz-Hummelhof und dem Anschluss an die A7. Diese Regelung ermöglicht es Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen, ohne Vignettenkauf bis nach Salzburg oder Kufstein zu fahren. Allerdings müssen Wohnmobile über 3,5 Tonnen die GO-Maut entrichten, was für viele Reisende eine unerwartete Kostenfalle darstellen kann. Quelle.
Wichtige Hinweise zur Mautpflicht
Die Warnung des ADAC ist klar: Navigationsgeräte können Autofahrer auf mautpflichtige Strecken leiten. Daher empfiehlt es sich, die Einstellung „mautfreie Strecken umfahren“ zu aktivieren. Wer ohne gültige Vignette auf mautpflichtigen Strecken unterwegs ist, muss mit einer Ersatzmaut von mindestens 120 Euro rechnen. Bei wiederholten Verstößen drohen sogar höhere Strafen. Die ASFINAG, die für die Mautverwaltung zuständig ist, kann zudem schriftliche Zahlungsaufforderungen senden, und in einigen Fällen können Bußgelder von mindestens 300 Euro folgen. Einsprüche gegen Bescheide haben in der Regel geringe Erfolgschancen, weshalb eine gewissenhafte Planung der Route unerlässlich ist.
Eine interessante Neuerung gibt es für Menschen mit Behinderungen. Seit 1. Dezember 2019 können sie eine digitale Gratisvignette beantragen, die automatisch im Mautsystem der ASFINAG registriert wird. Um diese zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, wie etwa der Besitz eines Behindertenpasses. Die digitale Vignette ist nur für Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen verfügbar. Diese Regelung könnte dazu beitragen, die Mobilität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und gleichzeitig die Verpflichtung zur Vignettenzahlung zu reduzieren. Quelle.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass es für Autofahrer in Österreich zahlreiche mautfreie Möglichkeiten gibt, die es zu nutzen gilt. Eine sorgfältige Routenplanung und das Bewusstsein für die geltenden Vorschriften sind der Schlüssel zu einer stressfreien und kostengünstigen Reise durch die Alpenrepublik.