Heute ist der 7.03.2026 und in Lienz beschäftigt sich die 3i-Klasse der Mittelschule Egger-Lienz intensiv mit einem Thema, das uns alle betrifft: Wasser. Im Rahmen eines spannenden Projekts, das in Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern durchgeführt wird, steht das Motto „Wasser verstehen, Natur erleben, Verantwortung übernehmen“ im Mittelpunkt. Das Projekt begleitet die Schüler:innen durch das gesamte Schuljahr und bietet ihnen die Möglichkeit, sich aktiv mit der Wasserversorgung in hochalpinen Regionen auseinanderzusetzen.

Der Startschuss für dieses lehrreiche Abenteuer fiel mit einer zweitägigen Wanderung zur Wangenitzseehütte. Während dieser Tour haben die Schüler:innen nicht nur die atemberaubende Natur erlebt, sondern auch wertvolle Einblicke in die Herausforderungen der Wasserversorgung in hochalpinen Bereichen gewonnen. Im Unterricht wurden daraufhin verschiedene Wasserexperimente durchgeführt, die den jungen Entdeckern ein tieferes Verständnis für das Element Wasser vermitteln sollten. Zudem stehen kreative Aktivitäten wie eine Buchbindewerkstatt und gemeinsames Schneeschuhwandern auf dem Programm. Ein Besuch im Haus des Wassers ist ebenfalls geplant, um das Thema Wasser noch weiter zu vertiefen. Für das zweite Semester sind zusätzliche Lehreinheiten und Exkursionen in Vorbereitung, die das projektorientierte Lernen (POL) weiter fördern. Dieses Konzept erlaubt eine flexible Unterrichtsgestaltung und gibt den Schüler:innen Raum für eigenständiges Arbeiten sowie die Umsetzung eigener Ideen. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse werden zudem in einem Dolomitenstadt-Video festgehalten [1].

Die Wasserschule im Nationalpark Hohe Tauern

Aber nicht nur die Schüler:innen der Mittelschule Egger-Lienz profitieren von diesem wichtigen Thema. Die Wasserschule im Nationalpark Hohe Tauern wurde bereits im Jahr 2000 gegründet und hat sich seitdem zu einem globalen Bildungsprogramm entwickelt. Unterstützt von der Swarovski Foundation, deren Vertreter Gernot Langes-Swarovski bereits 2001 die Bedeutung von Gesellschafts- und Umweltfragen für Unternehmen betonte, hat die Wasserschule das Ziel, Kindern und Jugendlichen Wissen über Wasser zu vermitteln und sie aktiv zum Schutz dieser wertvollen Ressource zu ermutigen. Angelika Staats spielte eine zentrale Rolle in der Entwicklung der Wasserschule, indem sie Unterrichtsmaterialien erstellte und Ranger:innen schulte, die ihr Wissen über Wasser und dessen Bedeutung weitergeben.

In den letzten 25 Jahren wurden über 100.000 Kinder in Österreich und mehr als 800.000 Kinder weltweit an 2.500 Schulen erreicht. Die Inhalte der Wasserschule werden kontinuierlich weiterentwickelt, um aktuellen Herausforderungen wie Klimawandel und Wassermangel gerecht zu werden. Die Projektleiterin Caroline Führer hebt hervor, wie wichtig das Thema Wasser im Kontext klimatischer Veränderungen ist. Maskottchen wie Toni Tropf, Alina Aqua und Willi Water sind Teil dieser inspirierenden Bildungsbewegung, die nicht nur Wissen fördert, sondern auch soziale Kompetenzen und Selbstwirksamkeit bei Kindern stärkt [2].

Nachhaltigkeit im Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern, die größte Naturreserve Österreichs, setzt auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur, Ressourcen und Energie. Im Sinne der Worte von Marie von Ebner-Eschenbach: „Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.“ Die Region hat seit 2001 einen besonderen Fokus auf Klima- und Umweltschutz gelegt und gehört zu den wertvollsten touristischen Destinationen Österreichs. Mit einer Fläche von 1.856 km² bietet der Nationalpark eine einzigartige Kombination aus Natur- und Kulturlandschaften.

Um nachhaltige Tourismusentwicklung zu fördern, wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter die Einführung von Wandertaxis und die „GreenSpirit“ Pauschale am Hohe Tauern Panorama Trail, die einen autofreien Urlaub unterstützt. Nationalpark-Ranger informieren Gäste bei gemeinsamen Touren und sorgen dafür, dass die Besucher die Natur und deren Ressourcen respektvoll erleben. Auch der Nationalparkzentrum setzt auf Nachhaltigkeit, wobei eine Photovoltaikanlage einen Teil der benötigten Energie selbst erzeugt. Die Region fördert außerdem den Einsatz regionaler Produkte und nachhaltiger Materialien, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren [3].