In Lienz wird am 14. Februar 2025 ein ganz besonderer Tag gefeiert – der One Billion Rising Day. Diese weltweite Bewegung zielt darauf ab, Gewalt gegen Frauen und Mädchen sichtbar zu machen und ein Zeichen des Widerstands zu setzen. Die erschreckende Tatsache, dass jede dritte Frau weltweit Gewalt erfährt, wird in den Mittelpunkt gerückt. Die Initiative betrachtet Gewalt nicht als individuelles Schicksal, sondern als strukturelles Problem, das alle angeht. Am Aktionstag sind Menschen aus allen Generationen eingeladen, sich zu versammeln und gemeinsam zu tanzen, um Stärke und Solidarität auszudrücken. Das Motto „Aufstehen gegen Gewalt“ wird in der Tanzperformance des Frauenzentrums Osttirol deutlich spürbar sein.
Bereits zum dritten Mal findet diese Veranstaltung in Osttirol statt. Der gemeinsame Tanz ist mehr als nur eine Performance; er ist ein Akt des Widerstands, der die Sehnsucht nach einer sicheren Welt für Frauen und Mädchen verkörpert. Das Frauenzentrum Osttirol und die Tanzschule TanzArt Tirol laden alle – Männer, Frauen und Jugendliche – herzlich ein, mitzumachen. Vorkenntnisse sind keine erforderlich, jeder ist willkommen, um gemeinsam zu tanzen und ein Zeichen zu setzen. Eine Probe für den Tanz, der von Teresa Schneider von TanzArt Tirol geleitet wird, findet am Dienstag, den 10. Februar, um 17 Uhr in der Volksschule Leisach statt.
Die Bedeutung des Tanzes
Der offizielle Song „Break the Chain“ wird die Veranstaltung untermalen und das Bewusstsein für die globale Kampagne One Billion Rising schärfen. Diese Kampagne wurde als Reaktion auf die alarmierende Statistik ins Leben gerufen, dass eine von drei Frauen weltweit im Laufe ihres Lebens Gewalt erlebt – das betrifft mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen bei einer Weltbevölkerung von 7 Milliarden. Der Song wurde von Tena Clark geschrieben und produziert und hat sich zu einer Hymne des Widerstands entwickelt. Unterstützt wird die Kampagne von prominenten Persönlichkeiten, darunter die Tänzerin und Choreografin Debbie Allen, die ebenfalls an der Choreografie beteiligt ist.
Am Freitagnachmittag wird die Aufführung am Lienzer Johannesplatz stattfinden, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre einstudierte Choreografie präsentieren werden. Es werden auch Gespräche mit der Bürgermeisterin Elisabeth Blanik sowie Sabine Unterweger und Caroline Rainer vom Frauenzentrum Osttirol stattfinden, um die Bedeutung des Themas zu vertiefen und mehr Aufmerksamkeit auf die Problematik zu lenken. Der gemeinsame Tanz ist ein kraftvolles Symbol des Widerstands gegen Gewalt und ein Ausdruck von Hoffnung und Mut für eine bessere Zukunft.
Die Initiative One Billion Rising ist nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern eine fortlaufende Bewegung, die weltweit Menschen mobilisiert, um ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu fordern. Jeder, der an der Veranstaltung teilnimmt, trägt dazu bei, das Bewusstsein zu schärfen und ein starkes Zeichen für Solidarität und Veränderung zu setzen. Weitere Informationen zu dieser bedeutenden Veranstaltung finden Sie in den Artikeln von tt.com und Osttiroler Bote.