Heute ist der 15.02.2026 und die Olympischen Winterspiele in Italien stehen in vollem Gange. Inmitten des sportlichen Treibens gibt es eine ganz besondere Geschichte, die die Herzen der Zuschauer berührt. Sarah Schleper de Gaxiola und ihr Sohn Lasse sind das erste Mutter-Sohn-Duo, das bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo antritt. Ihre Teilnahme ist nicht nur eine persönliche Errungenschaft, sondern markiert auch einen historischen Moment im olympischen Sport.
Die Verbindung zwischen Sarah und Lasse hat eine bewegte Vergangenheit. Sarah beendete 2011 ihre Karriere im Ski-Weltcup in Lienz, wo sie beim letzten Rennen ein Minikleid trug und ihren damals dreijährigen Sohn in den Armen hielt. Diese Szene blieb vielen in Erinnerung und wird nun 15 Jahre später durch ihre gemeinsame Teilnahme an den Winterspielen in Italien neu belebt. Beide vertreten Mexiko und nehmen am Slalom teil. Sarah Schleper tritt zum siebten Mal bei Olympischen Winterspielen an, nachdem sie zuvor für die USA im Slalom und Riesenslalom angetreten ist. Bei ihrem Debüt in Turin 2006 erreichte sie den zehnten Platz.
Ein historischer Moment
Sarah Schleper erhielt 2014 die mexikanische Staatsbürgerschaft und trug bei der Eröffnungsfeier die Fahne ihres neuen Heimatlandes. Es ist das erste Mal in der olympischen Geschichte, dass ein Mama-Sohn-Duo in den Winterspielen teilnimmt. In der olympischen Geschichte gab es bisher nur vier Fälle von Müttern, die gemeinsam mit ihren Kindern an derselben Ausgabe teilnahmen, und diese waren alle bei Sommerspielen. Im Alter von 46 Jahren nimmt Sarah Schleper nun erneut an den Winterspielen teil, während Lasse, der mittlerweile 17 Jahre alt ist, als Leistungssportler antritt und nicht mehr als Mitfahrer.
Obwohl die Medaillenchancen für das mexikanische Duo als gering eingeschätzt werden, wird ihr Teilnahmegeist gewürdigt. Von 130 Millionen Einwohnern Mexikos nehmen nur fünf Athleten an den Winterspielen teil. Die Geschichte von Sarah und Lasse zeigt, wie sportliche Leidenschaft und familiäre Bindung in einem einzigartigen Moment zusammenkommen. Sarah erinnert sich an den denkwürdigen Augenblick von 2011, als sie Lasse während eines Rennens in ihren Armen hielt, und nun stehen sie gemeinsam auf der größten Bühne des Wintersports.
Ein Blick in die Zukunft
Die Olympischen Winterspiele 2026 bieten nicht nur einen Rückblick auf vergangene Erfolge, sondern auch einen Ausblick auf die Zukunft. Sarah Schleper und Lasse werden sicherlich weiterhin die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich ziehen. Ihre gemeinsame Reise ist ein inspirierendes Beispiel für die nächste Generation von Athleten. Wie sie selbst sagen, geht es nicht nur um Medaillen, sondern um die Liebe zum Sport und die Unterstützung innerhalb der Familie.
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